Deutschland vorerst nicht betroffen
Arktische Kälte kehrt nach Moskau zurück

Moskau hat zu früh aufgeatmet: Die schon überwunden geglaubte arktische Kälte ist wieder in die russische Hauptstadt und den Westen des Landes zurückgekehrt. Deutschland soll vorerst von den eisigen Temperaturen verschont bleiben.

HB MOSKAU. In Moskau fielen die Temperaturen bis auf minus 20 Grad, östlich der Stadt wurden sogar minus 29 Grad gemessen. In der Nacht zum Freitag sollten die Temperaturen den Meteorologen zufolge noch weiter absinken. Nach Deutschland soll die Kälte aber nicht vordringen.

Wegen der Temperaturen kündigten russische Stromversorger Einschränkungen für Industriekunden in den Abendstunden an. Medienberichten zufolge starben innerhalb von 24 Stunden mindestens vier Menschen an den Folgen der Kälte. Verglichen mit den Temperaturen im Fernen Osten Russlands geht es den Moskauern auch noch gut. In der Region Kolyma wurden bis zu minus 60 Grad erwartet.

In Österreich erfror eine Frau, die sich aus ihrem Haus ausgeschlossen hatte. Sie wollte die Katzen füttern. Die Leiche der 85-Jährigen wurde auf der Terrasse ihres Hauses in Bad Gams in der Steiermark gefunden, wie die Polizei mitteilte.

In Deutschland gibt es derzeit starke Temperatur-Unterschiede: So wurden in Straubing in Bayern minus acht Grad gemessen, 50 Kilometer weiter auf dem Großen Arber stieg das Thermometer dagegen auf plus fünf Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Meteorologen sprechen bei einer solchen Wetterlage von einer Inversion, weil die Temperaturen nicht - wie sonst üblich - mit der Höhe abnehmen, sondern steigen.

Schuld ist „Drago“, das Hochdruckgebiet sorgt in Bodennähe für Feuchtigkeit und Nebel. Der Sonne gelingt es zu dieser Jahreszeit nicht, den Nebel aufzulösen. Oberhalb von 400 bis 700 Metern ist die Luft dagegen wesentlich trockener, so dass die Sonne dort ungehindert scheinen und wärmen kann - zum Leidwesen der Wintersportler.

Am Freitag ziehen von Norden her dichtere Wolken auf, vor allem im Norden und im Mittelgebirgsraum kann es etwas nieseln, und im Osten Deutschlands soll laut DWD auch etwas Schnee fallen. Im Süden scheint zeitweise die Sonne, die Temperaturen liegen zwischen null und fünf Grad. Wo sich Nebel oder Hochnebel halten, bleibt es frostig.

Am Samstag gehen die Tagestemperaturen etwas zurück, erreichen im Nordwesten noch plus drei Grad und im Osten minus zwei Grad. Am Sonntag wird es laut Vorhersage meist stark bewölkt, teils auch neblig-trüb, gebietsweise fällt etwas Schnee bei Temperaturen zwischen plus drei und minus drei Grad.

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