Die Chef-Beraterin
Meine fünf ultimativen Tipps fürs Büro-Outfit

Brennender Sonnenschein, über 30 Grad Hitze und keine Klimaanlage im Büro? Trotzdem kein Grund für Shorts und Tanktop, meint Stilberaterin Sabina Wachtel. Nicht auf die Temperatur, sondern auf den Geschmack kommt es an.
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Es ist heiß. Keine große Überraschung – im Sommer wird’s eben auch bei uns mal warm. Und momentan ist es heiß. Ja, sehr heiß sogar. Eine Kleinigkeit möchte ich dazu unbedingt loswerden, eigentlich geradezu eine Banalität: Die meisten Unternehmen haben eine Klimaanlage, und wenn nicht, dann überleben wir das auch! Sie sehen es an mir! Keiner muss deshalb nackt ins Büro gehen. Ist das nicht toll? Man muss noch nicht mal halbnackt ins Büro.

Es ist mir schleierhaft, wie sich das Gerücht so hartnäckig halten kann, die Dresscode-Regeln für sommerliche Temperaturen seien heute „lockerer“ als früher – oder seien überhaupt andere als zu anderen Jahreszeiten. Was ein Unsinn. Es kommt – und kam es schon immer – auf Branche und Position an, nicht auf die Gradzahl! Sie müssen nicht halbnackt herumlaufen. Denn gerade wenn es heiß ist, ist der vorn, der Stil hat und angezogen bleibt. Deshalb bleibt’s dabei: Tanktops, Shorts und Konsorten gingen und gehen im Sommer im Business nicht! Aus die Maus!

Aber jedes Jahr das gleiche Spiel: Steigen die Temperaturen, fallen die Hüllen. Das Ergebnis ist ein nicht wirklich appetitlicher Anblick. Wer ein Mindestmaß an bedeckter Haut einfordert (wie ich zum Beispiel), ist schnell als „ewiggestrig“ verschrien: Die Mitarbeiter, so heißt es gern, werden ja schließlich nicht fürs Schwitzen bezahlt, sondern fürs Arbeiten. Und wenn die Belegschaft in Shorts, Tanktop und Flip-Flops zu Höchstleistungen auflaufe, dürfe man der Hitze stilmäßig doch wohl einmal einen Tribut zollen. Was ein Quark! Das geht gar nicht! DAS ist nämlich sowas von gestern!

Wobei, dann könnte ich im Winter beim Meeting meine Pudelmütze auflassen. Mir ist nämlich immer kalt. Sie merken: Wie gut, dass es Regeln gibt. Regeln sollte man einhalten. Und zwar, obwohl Mark Zuckerberg ein wirklich erfolgreiches Unternehmen in Jeans und Kapuzenpulli an den Start gebracht hat. Und wer übrigens der Meinung ist, in den USA liefen sie bis ins Spitzenmanagement tagtäglich in Bermudashorts herum, dem sei geraten, sich einmal die Unternehmensfotos des Google-Managements anzuschauen!

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen Sommerdresscode. Es gibt einfach nur das Unternehmen, die Position, die Rolle – und die Grenzen des guten Geschmacks. All das entscheidet darüber, was man morgens anzieht, wenn man sich auf den Weg zur Arbeit macht. Es gibt keine (!) Dinge, die nur gehen, weil es warm ist. Ein schönes Oberteil und Blazer gehen immer. Und wenn das nicht geht, dann geht’s erst recht nicht im Sommer!

Im strengen und konservativen Business oder bei Kundenkontakt werden Sie keine Frau finden, sofern sie ein Profi ist, die ihr Kostüm im Sommer ohne Nylons trägt, und sei es noch so heiß. Und das, obwohl der Businessknigge nacktes Bein unterm Rock erlaubt. Es gilt eben manchmal auch buchstäblich, sich keine Blöße zu geben.

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„Ein richtiger Mann trägt seine Hemden direkt auf der Haut“

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  • Mein ultimativer Tip für´s richtige Outfit im Betrieb:

    Die Leute, die nicht durch Leistung sondern durch Outfit Karriere machen wollen, feuern. Die sind für den Betrieb nur nutzloser Ballast.

    Und am Besten feuert man deren Berater(in) gleich mit.

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