Die Handelsblatt-Reise Kontakthof Dublin

Irlands Hauptstadt, in deren Nachbarschaft der Ryder Cup ausgetragen wird, ist Ziel eines speziellen Reisearrangements exklusiv für Handelsblatt-Leser.
  • Uli Schulte Döinghaus

Wer Lust hat, ein bisschen über die Käsefabrikation im bayerischen Allgäu zu erfahren, der sollte sich ins irische Dublin begeben, im Pub „Bruxelles“ ein Pint Guinness bestellen und draußen eine Zigarette anzünden.

Mit etwas Glück könnte er dort dann Anne begegnen, die ein paar Monate lang als Werkstudentin im Käsewerk gearbeitet hat und heute darüber gerne erzählt. Gut gelaunt und in einem englisch-deutschen Kauderwelsch mit gelegentlichen bayerischen Untertönen.

Das kurze Gespräch, der kleine Flachs, die rasche Konversation zwischendurch ist offenbar eine Art Lebenselixier der Stadt. Kontakt zu finden ist in Dublin so einfach wie Luft holen; Neugier und die Lust auf ein kleines Schwätzchen – Wie geht’s? Woher kommen Sie? Wie gefällt Ihnen unsere Stadt? – scheint hier jeder zu haben.

Daran wird sich auch so schnell nichts ändern, solange es Pubs in der Stadt gibt, Warteschlangen vor den Bushaltestellen oder Nachbarn in den Vorortzügen.

In diesen Tagen pendeln die Debatten zwischen dem Golfspiel und dem dürftigen Abschneiden des heimischen Dublin GAA („The Boys in Blue“), der gerade gegen Mayo GAA („The Westerners“) im Halbfinale unterlag. Gaelic Football nach den GAA-Regeln, eine Kombination aus Fußball und Rugby, ist eine unglaublich schnelle Mannschaftssportart, in der der Hauptstadtclub seltsamerweise nie recht reüssieren konnte.

Dann schon lieber Kneipengespräche über den Ryder Cup zwischen Amerika und Europa, der ein paar Kilometer westlich im K Club zu Straffan ausgetragen wird. Golf ist in Irland ein angesehener (Volks-)Sport, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Mehr als 20 clubgeführte Golfplätze gibt’s in und um Dublin und noch einmal so viele öffentliche Plätze.

Brisante politische und gesellschaftliche Diskussionen kreisen derzeit um die Einwanderung und ihre Folgen. Im wirtschaftlich boomenden Irland, das sich jahrhundertelang mit Emigrationsproblemen herumschlagen musste, gibt’s seit drei, vier Jahren Immigrationsprobleme.

Vor allem aus Osteuropa kommen Hunderttausende Zuzügler hierher, um in dem Land, das praktisch keine Arbeitslosigkeit kennt, anzuheuern und sich im teuren Dublin niederzulassen, ein bisschen Heimweh inklusive. Das suchen spezielle Reiseveranstalter zu befriedigen, die etwa Flüge nach Kattowitz für 157 Euro anbieten, nach Bukarest für 207 Euro und nach Tirana zu knapp 400 Euro.

Gelegenheiten dieser Art sind in den Seitenstraßen nördlich des Flusses Liffey zu finden, der die Stadt seit jeher auch gesellschaftlich teilt. Die einfachen Leute leben und shoppen vorzugsweise rund um Mary Street, Henry Street und O’Connell Street.

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