Dresden lebt!
Vom Tal der Ahnungslosen zum Gipfel der Kultur

Dresden, das ist ein Stadtkern von atemberaubender Schönheit. Zwischen der neu erstrahlenden Frauenkirche und der Semperoper liegt das Herz der Stadt. Doch den Blick darüber hinaus schweifen zu lassen, lohnt sich. Eine Stadterkundung.

Von der Terrasse des Hotels Schloss Eckberg gleitet der Blick über die Elbauen, und niemandem kann ernsthaft übel genommen werden, wenn er darüber die Zeit vergisst. Sollen andere vom morbiden Charme ihrer Metropolen reden, Dresden steht für klassische Schönheit, und das muss man sich erst einmal trauen.

Es ist selten, dass eine Stadt so ein eindeutiges Zentrum hat wie diese, vor allem, wenn sie sich an einem Fluss entlangzieht, aber ohne Frage: Zwischen der neu erstrahlenden Frauenkirche und der Semperoper liegt das Herz der Stadt, alle Wege, die in Dresden gerade sind, führen hierher, und die Schönheit der Architektur öffnet alle Sinne für die große Kunst, die hier geboten wird.

Am Samstagabend geben sie in der Semperoper Mozarts Zauberflöte, und, ehrlich, es ist deutlich erhebender, vom Schloss herabzusteigen, um in die Oper zu gehen, als in Berlin mit der Limousine vorzufahren.

In jedem Fall ist in der Oper Abendgarderobe noch unironisch korrekt, und wenn das die Gelegenheit ist, ein neues Paar Lackschuhe zu kaufen, dann bitte von Dieter Kuckelkorn.

Vorher müssen wir noch irgendwo einen VW Phaeton auftreiben (alle ansässigen Firmen benutzen ihn für Shuttle-Services, im Zweifel muss man nur einen Termin erfinden) und ein paar Kilometer aufs Land fahren.

Der Phaeton mag betriebswirtschaftlich fragwürdig sein, technisch bleibt er ein Meisterwerk und bereitet den Fahrer angemessen auf das vor, was sächsische Betriebe 30 Kilometer vor den Toren Dresdens zu fertigen in der Lage sind: mechanische Weltwunder, ein paar der besten Uhren aller Zeiten.

Beim Klassenprimus A. Lange & Söhne hat man gerade ein Modell der neuen „Richard Lange“ an die Besatzung eines Zeppelins übergeben, ganz genau übergab sie der Enkel des Lange-Gründers an den Enkel des Grafen Zeppelin, und zur Feier des Tages flog man gemeinsam im Luftschiff über der Stadt, so wie in den 30er-Jahren ein Luftschiff hier kreiste, navigiert mit Hilfe einer Lange-Beobachtungsuhr.

Im Havana Club wartet eine ordentliche Auswahl Rum und Zigarren, um die Oper nachklingen zu lassen. Und wenn Sie noch kein Dupont-Feuerzeug haben: Kaufen Sie sich eines von Prometheus. Diese Flammenwerfer benutzen in den USA alle, die beruflich mit Zigarren zu tun haben. Sie machen wenig Eindruck, aber sie funktionieren perfekt. Und Eindruck macht ja nun schon Ihre Uhr.

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