Britischer Thronfolger
Hype um Baby George sorgt für Millionenumsätze

George Alexander Louis – der Name des jüngsten britischen Thronfolgers wird bald Modeartikel und Souvenirs zieren. Fotos im Strampelanzug gibt es noch nicht, doch sicher ist: Das Modell ist ratz-fatz ausverkauft.
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London/DüsseldorfGroßbritannien jubelt. Nicht nur über das persönliche Glück der Royals über den Erstgeborenen von Kate und William. Auch für die Wirtschaft ist die Geburt ein freudiges Ereignis. Nach ersten Schätzungen des Centre for Retail Research in Nottingham wird der Hype um das royale Baby dem Inselstaat einen zusätzlichen Umsatz von mindestens 300 Millionen Euro bescheren. Mehr als die Hochzeit seiner Eltern Kate und William.

Getoppt wird das nur vom Thronjubiläum der Urgroßmutter Elizabeth II. Den Sympathie- und Image-Gewinn des Königshauses noch nicht einmal mitgerechnet Freudige Fortsetzung des anhaltenden „great feel good factors“ in Großbritannien. Schon Kates schicke Schwangerschafts-Garderobe war, einmal in der Presse abgelichtet, sofort vergriffen.

So wird’s gewiss auch mit little Georges Stramplern sein, hoffen die Babymodemacher, die in diesem Jahr über bisher maue Abverkäufe klagen. Auch das erste Gefährt des kleinen Prinzen wird bestimmt ein Renner. 

Eine schwangere Britin bekräftigte in einem Interview: „Klar, guck ich was Kate kauft. Das muss ja gut sein, oder?“ Schon deswegen wird das köngliche Baby der britischen Wirtschaft 2013 die Krone aufsetzen. Es gibt bereits eine waschbare Windel mit gesticktem Krönchen für rund 27 Euro.

Die Royal Collection Trust hat der königlichen Garde nachempfundene Strampler im Programm. Und die Königliche Münzanstalt prägt reichlich Silbertaler zur Geburt, die Pfund-Münze kostet in echt 80 Pfund, also rund 93 Euro. 

Übrigens: Wenn Babys ihre Erstausstattung selbst wählen könnten, so wären ihre Favoriten nicht himmelblau oder rosa, sondern sie sähen rot – wie schon im Mutterleib. Style-Blogger stellen sich den little Boy eher im traditionellen Matrosen-Look vor.

Was sonst noch zu einer Erstausstattung gehört: Badwanne, Bettzeug und Breilöffel des kleinen George. Hinzu kommen zigtausende Plastikpüppchen der Royal Family. Baby statt Barbie. Der Kerzenzieher Bahoma in London wirbt dafür, eine Kerze für den jüngsten Thronfolger anzuzünden. Die limitierte Edition der „Royal fraganced Candle“ kostet knapp 50 Euro.

Traditionsreiche Porzellanhersteller wie Royal Crown Derby werden wohl die Namensgebung einbeziehen, der Dreifach-Name George Alexander Louis lässt da einigen Gestaltungsspielraum. Babyausstatter wie „My 1st year“ unterwerfen sich da keinen Zwängen.

Die bedrucken und besticken ihre königliche Kollektion der Einfachheit halber mit „Royal Highness“. Das hat zudem den Vorteil, dass es zu allen Neu- und Erstgeborenen passt. Sind doch alle Babys kleine königliche Hoheiten dieser Welt, oder?

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta
Inge Hufschlag
/ Modekritikerin

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