Die Eiserne Lady
Maggie, Macht und Mode

Power Dressing und Handbagging. Kaum eine Frau trug so viel Farbe in die Politik wie Margret Thatcher. Der Stil von Great Britains Eiserner Lady, die am Montag im Alter von 87 Jahren gestorben ist, bleibt zeitlos.
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DüsseldorfDie Mode hatte für Margaret Thatcher auf der Bühne der großen Politik viele Funktionen: Sie war Rüstung, Ausrüstung und Kostüm in einem. Englands Eiserne Lady nutzte ihr Outfit als Schutzschild und Statement. The Power of Dressing, schien sie sagen zu wollen. Da war es sicher kein Zufall, dass Purpur in allen Schattierungen von Pink bis in tiefstes Bischofslila ihre Lieblingsfarbrichtung war.

Margret Thatchers Mutter war Hausschneiderin. Vielleicht lässt sich so ihre Liebe zur schnittfesten Mode erklären. Ihre Stylistin Margret King erzählte: „Sie war ganz verrückt aufs Anprobieren. Dann drehte sie sich in den Modellen wie ein junges Mädchen.“

Dabei trug keine den glamourös modifizierten Mutti-Stil so souverän wie die britische Premierministerin. In dieser Rolle gab es für sie weder Vorgängerinnen noch Vorbilder.

Maggie Thatcher hatte ihren eigenen (Dick-)Kopf und ihren ganz persönlichen Stil. In erster Linie zackige meist zweireihige Kostüme. Deren strenge Schnitte brach sie mit den unvermeidlichen Pussy Bow Blouses. Sie muss Unmengen besessen haben von diesen „Schluppenblusen“, die zu ihrer Zeit (fast) alle Sekretärinnen am Hals hatten und die in dieser Saison gerade mal wieder in Mode kommen.

Dazu addierte die schmucke Lady gern die zweireihige Perlenkette, die Ehemann Denis ihr 1953 zur Geburt der Zwillinge geschenkt hatte. Nicht genug: Edle Broschen steckte sie sich an wie selbst verliehene Orden.

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