Dress for Success
Alles Banane – oder was?

Der Urlaub ist für viele schon wieder vorbei. Seufz! Zurück im Büro fängt bei 30 Grad der – gefühlte – Sommer 2012 erst richtig an. Mit ein paar kleinen Tricks wird der Arbeitsplatz zur Oase. Einer davon: Bananen!
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Düsseldorf

Der Tipp kommt ausgerechnet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Ihre Empfehlung bei Affenhitze – Bananen: „Sie liefern schnell Mineralstoffe und Energie.“ Außerdem ist sie zweifellos die Frucht mit der praktischsten Verpackung, die sie gleich mitliefert.

Und nicht nur das. Das Früchtchen hat Fasern, die längst von Modemachern zu nachhaltiger Mode verarbeitet werden. Schon Jil Sander entwarf aus dem zarten Gewebe elfenhafte Sommerkleider. Cooles Beispiel aus „Down Under“: Männerunterhosen der Kultmarke AussieBum, die machen übrigens auch tolle Bademode.

Nicht die ersten, die die Banane als Bekleidung entdeckt haben: Schon 1927 begeisterte die schwarze Ausdruckstänzerin Josephine Baker in den Pariser Folies Bergere ihr Publikum vor tropischer Kulisse mit nichts als einem aufreizenden Bananenröckchen um die Hüften.

Empfiehlt sich ebenso wie ein Bildschirmschoner mit Tropenregen für Hundstage im Büro. Wie man denen am besten begegnet? Glücklich, wer gleitzeitig arbeiten, bei Hitze einfach ein paar Stunden früher ins Büro kommen kann. Dann hat man noch die Chance, durch das Öffnen von gegenüberliegenden Türen und Fenstern die Kühle der Nacht einzufangen und mittels Jalousien herab lassend die Sonne auszusperren.

Dress-Codes können bei Hitze zwar locker genommen, aber nicht außer Kraft gesetzt werden. Leichte, luftige, möglichst helle, nicht einengende Kleidung ist jetzt angesagt. Klimaanlagen sind dabei nicht unbedingt eine Erleichterung. Mehr als sechs Grad sollte der Unterschied zwischen Raum- und Außentemperatur nicht betragen, sonst macht der Kreislauf schlapp, wenn man ins Freie kommt.

Besser: Anpassen und das System runterfahren. Gilt nicht nur für Drucker und Kopierer, die viel heiße Luft machen. Wenn möglich: einfach abschalten. Auch das eigene System kann man runterfahren, indem man sich sanft in die Tropen träumt. Ein Tischventilator vermittelt zumindest die Illusion einer frischen Brise, optisch vielleicht verstärkt mit einer flachen Schale Wasser auf dem Schreibtisch, in der Blüten schwimmen. Und schon zieht durch die Büro-Wüste ein Hauch von exotischem Luxus-Resort, in dem Sie sich wie von selbst langsam(er), ja, beinahe majestätisch bewegen.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in Ihrer „Oase“ in diesen Tagen öfter Besuch von Kollegen bekommen. Bieten Sie Ihnen kühles (kein eiskaltes!) Wasser in einem schönen eisblau schimmernden Glas an, dazu ein Stück frische saftige Melone. Oder eben Bananen.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta
Inge Hufschlag
/ Modekritikerin

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