Dress for Success
Die Brille – Typwechsel für den Mann?

Kann man mit einem neuen Look sein altes Leben hinter sich lassen, mit einer anderen Brille neue Sichtweisen auf die eigene Person provozieren? Ein neues Bild von einem Mann macht noch kein neues Mannsbild.
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Bei Frauen kennt man das ja: Die gehen zum Friseur nach einer Trennung oder in einer Lebenskrise und lassen sich die Haare abschneiden. Vielleicht fühlen sie sich dadurch irgendwie befreit. Außerdem ist so ein neuer Look auch immer auch ein guter Gesprächseinstieg zum Ablästern über Männer. Die ja immer alle gleich sind. Oder?

Von wegen. Die verändern sich auch. Aber anders. Was machen Männer in Umbruchsituationen, besonders in politisch undurchsichtigen Zeiten? Sehen die Welt durch eine neue Brille.

Philipp Rösler trug, als er diese Woche die Kanzlerin vertreten durfte, plötzlich ein anderes Gestell. Typwechsel? I,wo! Die alte sei kaputt, dies sei eine Ersatzbrille, erklärte er. Vielleicht ja eine mit geringerer Schärfe für neueste Umfrageergebnisse?

Eher ungewohnte Gestelle sehen wir auch auf anderen politischen Nasen: Siehe Guido Westerwelle, Karl-Theodor zu Guttenberg oder Christian Wulff. Sehhilfen als Typkorrekturen? Zu Guttenberg hat ja inzwischen nicht nur sich selbst, sondern auch das Gel im Haar zurückgenommen; Wulff seine randlose Brille gegen ein markantes dunkles Gestell getauscht, das ihm fast schon einen Hauch von Nerds verleiht. Dasselbe versuchte vor ihm schon Guido Westerwelle. Vielleicht haben die beiden den gleichen Stilberater? Die sollen ja manchmal die seltsamsten Sachen empfehlen. 

Während von Guttenberg seit dem letzten Zapfenstreich gewichtsmäßig etwas zugelegt hat, ist der Wulff erschreckend schmal geworden. Kaum wieder zu erkennen auf seinem Weg wieder nach oben – erst mal in eine Berliner Dachkammer. 

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Die Neuerfindung ist kein Kinderspiel

Kommentare zu " Dress for Success: Die Brille – Typwechsel für den Mann?"

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  • Etwas "Off Topic", aber bei dem Grinsen sehe ich Henry Fonda in "Spiel mir das Lied vom Tod" vor mir.

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