Dress for Success
Emotionen als Geldanlage

Schmuck schenken zu Weihnachten: glänzende Augen oder glänzendes Geschäft – oder doch besser beides? Das kann aber auch ein Abenteuer sein, glaubt man dem Goldschmied, Gemmologen und Diamantgutachter Tobias Lanz.
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Das war wohl der teuerste Tropfen der Welt, der kürzlich in New York bei Sotheby’s versteigert wurde: ein blauer Diamant, geschliffen wie ein Wassertropfen, brachte 32,6 Millionen Dollar (26,3 Millionen Euro). Dabei wiegt das Steinchen aus der Sammlung der im März verstorbenen Kunstsammlerin Rachel Lambert Mellon nicht mal zwei Gramm (9,75 Karat = 1,95 Gramm). Den Zuschlag für den edlen Tropfen erhielt übrigens ein Privatsammler in Hongkong.

Nun kommen in diesen kargzinsigen Zeiten nicht nur zur Weihnachtszeit Diamanten und Edelsteine als alternative Kapitalanlage zu Gold am Stück oder Wertpapieren ins Spiel. Tobias Lanz, Goldschmied, Gemmologe und Diamantgutachter des renommierten Schweizer Uhren- und Schmuck-Konzerns Bucherer, sieht das nüchtern: „Wer Schmuck als Investition betrachtet, dem empfehle ich lose Steine, lupenreine Diamanten ab einem Karat, am besten im klassischen Brillant-Schliff.“ Damit könne man relativ sicher sein, dass man sie nach zehn Jahren noch mindestens zum selben Preis wieder verkaufen kann.

Die Kriterien bei der Bewertung von Diamanten sind die 4 C: Karat (Carat), Farbe (Color), Reinheit (Clarity) und Schliff (Cut). Das Design ist im Auge des Kapitalisten nicht so wichtig, beim Weiterverkauf eher unwichtig. Nach Lanz’ Erfahrung, werden nach einem Verkauf wertvolle Steine aus Schmuckstücken meist herausgenommen, nicht selten auch neu geschliffen.

Zurzeit sind große Farbedelsteine beliebt. Nicht selten zu zweifarbigen Ringen oder Ohrschmuck verarbeitet. Bei ihnen lässt sich der Wert – außer nach Gewicht – nicht so leicht klassifizieren. Es zählen Seltenheit und vor allem Schönheit. Die ist bekanntlich subjektiv. Das konnte man schon während einer „Lady’s Night“ erleben, für die das Luxus-Hotel Breidenbacher Hof in Düsseldorf einen Salon mit Schmuck im Wert von einer Million Euro dekoriert hatte. Einen der Glaskästen aufgeschlossen und das coole Collier daraus kurz auf der eigenen Haut spüren zu dürfen – das löste bei den anwesenden Damen Seufzer und Wunschträume aus.

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Schätze aus dem Reisfeld

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