Dress for Success
Extremsport für Hochstapler

Die Ferienzeit ist fast vorbei, die Rucksäcke wieder gegen Laptop-Taschen getauscht. Wer im Herbsturlaub noch mal eine tragende Rolle spielen möchte, meldet sich jetzt an zur Sherpa Rallye in der Hohen Tatra.
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DüsseldorfOrthopäden empfehlen, sein Arbeitszeug rückenfreundlich auf den Buckel zu schnallen. Mit dem Rucksack auch ins Büro? Da rümpfen Mode- und Stilberater eher die Nase. Obwohl es auch schicke Modelle gibt, sogar Marke Porsche, die haben sogar Räder. Huckepack hingegen bleibt eher was für die Freizeit. In der Hohen Tatra auch als Extremsport mit hohem Nutzwert: Das ganze Jahr über als schwere Bürde, einmal im Jahr ein Wettkampf-Spektakel: Die Sherpa Rallye.

Gemeinhin begegnet in der grandiosen Landschaft den (noch) wenigen Urlaubern kaum ein Mensch. Doch manchmal eine Erscheinung: Ein Wesen, das vornüber gebeugt einen wahren Turm von Lasten trägt, eine Silhouette wie ein Riesen-Eichhörnchen. Und beinahe auch genauso flink. Viele der Berghütten sind nur zu Fuß zu erreichen. Das heißt, dass sämtliche Lasten, Überlebensmittel und Brennmaterial für den Winter, per Pedes transportiert werden müssen.

Die Sherpas im slowakischen Teil der Hohen Tatra sind meist alt gediente ehrenamtliche Lastenträger. Aber es gibt auch einige fest angestellte. Solche Jobs sind natürlich begehrt. Nur die besten werden genommen. Und die qualifizieren sich einmal im Jahr bei diesem außergewöhnlichen Gebirgs-Gepäckmarsch.

Am 19. Oktober 2013 ist es wieder so weit: High Noon. Pünktlich um 12 Uhr geht es los. Dann startet die 29. Rallye. Bisher haben sich etwa 50 Männer und 20 Frauen angemeldet. Der Weg ist jedes Mal knapp sechs Kilometer lang – die Route variiert von Jahr zu Jahr. Die Last bleibt gleich: Männer bekommen knapp 60 Kilogramm drauf gepackt, die Frauen 20 Kilo. Trotz der großen Last schaffen die meisten die Strecke in weniger als eineinhalb Stunden – normale Wanderer brauchen eine Stunde länger.

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