Dress for Success
Fair Fashion floriert

Man braucht nicht immer wieder neue Klamotten, vielmehr neue Ideen dafür. Recycling, Upcycling, Öko-Mode. Jetzt gibt es einen Guide dafür.
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DüsseldorfEin T-Shirt für 4,95 kann gar nicht unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt sein. Dafür müsste es um die 20 Euro kosten. Dann hält es auch länger und steht auch dem Gewissen gut. Noch ein Argument: Billig sieht meist auch billig aus. Eine von vielen nachhaltigen Erkenntnissen aus einem neuen Fashion Guide für faire Mode, den die Düsseldorfer Akademie Mode und Design herausgebracht hat. Er enthält durchaus nicht nur lokale Erkenntnisse und Adressen, sondern erklärt auch die verschiedenen Umwelt-Siegel und Begriffe wie „Greenwashing“: Versuche von Firmen, sich durch Geldspenden oder das Engagement engagierter Personen, rein zu waschen, als umweltfreundlich darzustellen und damit von etwaigen Sünden abzulenken.

Umlenken im Kopf ist wohl der erste Schritt, wenn’s um faire Mode geht. Die Studenten und Studentinnen befragten rund 500 Modeanbieter, auch Verbraucher in der Stadt bis in deren Randbezirke. Um die 100 haben geantwortet. Auffällig ist, dass vor allem Luxus-Label sich zu dem Thema lieber nicht äußern wollen. Aber es sind nicht nur Nischenanbieter, die fair fabrizierte Mode feilbieten. C & A produziert inzwischen 38 Prozent aller Baumwoll-Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Und wie sieht so aus, die aktuelle Öko-Mode? Ist das nicht irgend so’n Müsli-Look? „Hippe Hanfklamotten“, stellte sich eine Studentin darunter vor. „Birkenstock und Baströcke“, vermuten zwei junge Polizisten. „Organic Denim“, wusste ein junger Abteilungsleiter von Peek & Cloppenburg. Nichts von alledem. Okö kann ganz schön cool und stylisch sein. Dann florierts auch. Sieht man bei der Modestrecke im Shopping Guide. „Müsli-Mode ist ein überholtes Vorurteil“, erklärt Studienleiterin Ina Köhler, die das Projekt betreute.

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Skimode aus alten Jacken

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