Dress for Success
Geld schenken – schöner Schein und bare Münze

Zu zeigen, was man hat, ist seit jeher das äußere Zeichen von Wohlstand und Reichtum. Das gilt, mal mehr, mal weniger, auch heute noch. Dabei kann schnöder Mammon ganz schön schmuck sein. Auch als Weihnachtsgeschenk.
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DüsseldorfMünzensäger. Das wäre mal ein Job fürs heitere Beruferaten. Worin ein solcher seine Zähne schlägt? Wie der Name schon sagt: in bare Münze. In einer Art Laubsägetechnik, nur viel, viel feiner entstehen mit speziellem Werkzeug und präziser Handwerkskunst besondere Schmuckstücke.

Statt versteckt in den Alben von Münzsammlern zu bleiben, erleben alte Taler eine glänzende Aufwertung. Ein bevorzugtes Motiv aus deutschen Landen – neben dem Bundesadler - ist das alte 50-Pfennig-Stück, das auf der Rückseite eine kniende junge Frau abbildet, die ein Bäumchen in die Erde setzt. Vorbild war Gerda Johanna „Jo“ Werner, die schwangere Frau des Bildhauers Richard Martin Werner. Die Eichenpflanzerin sollte den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg symbolisieren. Somit wurde Jo zur Ikone zahlloser Trümmerfrauen.

Es gibt Tausende Motive aus Dutzenden von Ländern von Australien bis Zypern, die sich, einmal aus dem Kreislauf der Zahlungsmittel genommen, verwandeln lassen in Anhänger, Broschen, Ohrringe, Manschettenknöpfe oder – so schließt sich der Kreislauf wieder: Geldklammern für die aktuelle Währung. Die Motive sind oft schon für sich wahre Kunstwerke, wie zum Beispiel die Sonne Argentiniens auf einem 5-Peso-Stück.

Ein Pfennig für fiftyfifty

Der renommierte Düsseldorfer Schmuckkünstler Peter Hassenpflug hat in diesem Jahr eine Pfennig-Münze in Sterlingsilber nachgegossen und mit einer Feingoldschicht überzogen. Seine Handarbeit wird in einer limitierten Auflage von 100 Stück als Anhänger an einem Seidenband für 95 Euro zu Gunsten der Düsseldorfer fiftyfifty-Obdachlosenhilfe verkauft (Bestell-Hotline: 0211-9216284).

Viele wünschen und schenken sich zu Weihnachten aber einfach nur noch Money pur. Gedanken- und lieblos? Muss nicht sein: Der schnöde Mammon lässt sich schön verpacken. Zum Beispiel in der Spardose infactory, das ist so eine Art transparenter Zauberwürfel mit 3D-Labyrinth, dass nur durch eine Kugel geknackt werden kann. Die muss man erst mal richtig rollen lassen, um an die Scheinchen zu kommen. Einfacher ist’s, wenn sie in eine transparente Weihnachts- oder Schneekugel gesteckt sind.

Billiger, dabei nicht weniger originell ist ein durchlöcherter Ziegelstein, in dessen Öffnungen man gerollte Geldsteine steckt. Das ergibt einen dekorativen Grundstein beispielsweise fürs neue Eigenheim. Man kann die „Mäuse“ auch einfach in eine entsprechende Falle klemmen. Es müssen ja nicht immer Euros sein: Dollar, Pfund oder Kronen für die nächste Reise sind sicher ebenso willkommen. Auch Geldgeschenke kann man ja umtauschen …

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta
Inge Hufschlag
/ Modekritikerin

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