Dress for Success
Gemeinsam an der Nadel hängen

Die Woll-Lust greift um sich: Immer mehr Menschen entdecken das Stricken als neuen Trend. Weitab vom Oma-Image treffen sich Kreative und Künstler zum Gruppenstricken und zu Guerilla-Aktionen. Strick-In statt Sit-In.
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DüsseldorfKlappern gehört zum Handwerk. Manes Meckenstock hat schon als Schüler Maschen aufgenommen: „Stricken entspannt mich total. Das ist für mich Meditation.“ Nicht nur für den bekannten Kabarettisten. In seinem Restaraunt „Meckenstocks“ treffen sich jeden zweiten Sonntag im Monat etwa die 20 Stricklieseln und lassen bei Kaffee und Kuchen die Nadeln klappern.

Manchmal sind es auch doppelt so viele. Nicht selten sind auch Männer dabei. Wie Michael Weinreich. Der hat sogar ein Buch über sein Hobby geschrieben: „Männermaschen.“ Auch in Düsseldorfs vornehmsten Innenstadtteil, der Karlstadt, gibt es – wie längst in vielen anderen Städten – einen Handarbeitskreis. In der „Destille“, jeden Dienstag ab 18 Uhr, ist Gruppenstricken angesagt. Hier hängen alle Altersgruppen an der Nadel. Sogar das Fernsehen war schon da.

Altmodisch? Spießig? I,wo! Die Woll-Lust hat längst auch den öffentlichen Raum erreicht. Die coole Masche heißt Guerilla Knitting. Eine Spielart von Streetart, sozusagen Graffiti aus Garnen, vom wollüstigen Zitat an überraschendem Ort bis zum kompletten Umgarnen von Stadtmöbeln. Über die Blogger-Szene sind die Strickerinnen und Strickerinnen miteinander musterhaft vernetzt.

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Schneestricken und Wollrausch

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