Dress for Success: Kann denn Mode Sünde sein?

Dress for Success
Kann denn Mode Sünde sein?

Die Jogginghose wird salonfähig: Immer mehr Designer entdecken das weite und formlose Beinkleid mit Gummizug und erklären es zum alltagstauglichen Kleidungsstück. Ein Designer stand zunächst gar nicht zu diesem Trend.
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Karl der Große redet ja meist Klartext, wenn’s um Mode geht. So auch, als er in der Talk-Show von Markus Lanz erklärte: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Den besten Gegenbeweis lieferte Lagerfeld selbst mit seiner Chanel-Kollektion für Herbst/Winter 2015 in einer Supermarkt-Kulisse. Was trugen seine mürrischen Models bei der Paris Fashion Week auf dem Catwalk? Lockere Leggings, pumpige pinkfarbige Sweat-Pants, zum Teil modisch durchlöchert. Cindy von Marzahn in kleinen Größen.

So eine Jogging-Hose hat ja bekanntlich famose Vorteile, auch bei der Vermarktung: Es gibt so gut wie keine Passform-Probleme. Der Grund: Nicht nur diese Bein-Freiheit, sondern auch das dieses tolle Bündchen (Nein, nicht Gisele, das super-sexy Top-Model, sondern der super-elastische Gummizug).

So ein elastisches Teil kann man gut und gerne den ganzen Tag tragen. Sogar des Nachts. Dachten sich sicher auch die vier jungen Österreicher, als sie via Facebook den 21. Januar als den „Tag der Jogginghose“ ins Leben riefen gegen die Diskriminierung bolleriger Beinkleider. Das gefiel spontan fast 50.000 Followers. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Hilft die Hose mittels Schleifchen vorm Bauch doch Manchem, die Plätzchen-Plautze von Weihnachten zu kaschieren.

Getadelt und geadelt: Der Schlabber-Look

Von Lagerfeld getadelt, von Yohji Yamamoto für Adidas längst geadelt: Der Schlabber-Look. Nachdem der japanische Avantgardist 2000 beim Sportschuhhersteller Schuhe für seine Fashion-Show bestellt hatte, entstand die Idee der Kooperation von zwei Kultmarken. Ihr Name: Y – 3, Y für Yamamoto, 3 für die berühmten drei Streifen.

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