Dress for Success
Können Sie was einstecken – wie dieser Prinz?

Es sind oft die kleinen Dinge, die bei einem Outfit den Gesamteindruck bestimmen – aber ihn auch ruinieren können. Eines davon: Das Einstecktuch als I-Tüpfelchen. Lange Zeit verschwunden und jetzt wieder da.
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Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping trug kürzlich bei seinem Besuch in Amsterdam zum Mao-Anzug mit verdeckter Knopfleiste als I-Tüpfelchen ein gepunktetes Einstecktuch. Traditionelles Outfit mit witzigem westlichem Accessoire? Mode-Gag oder gar eingesteckte Botschaft?

Es war ja lange verschwunden, jetzt ist es plötzlich wieder da, das so genannte Kavalierstüchlein. Der moderne Dandy hat es praktisch herausgezupft aus der Vergessenheit, in die es zu Unrecht versteckt war. Denn so ein kleines Einstecktuch macht viel her, wenn es richtig ausgewählt und drapiert ist. Wir kennen es aus Hollywood-Filmen der eleganten 30-er Jahren (übrigens eine hohe Zeit der Herrenmode, aus der Mann sich noch heute vieles abgucken kann).

Über den Zweck des kleinen Stoff-Teilchens kann man streiten. Eigentlich dient es als schmückendes Beiwerk dazu, die meist eintönige Anzugfläche vorwitzig zu unterbrechen. Nutzwert? Der niederländische Mode-Redakteur John de Greef meint, man solle es höchstens mal „an eine weinende Dame ausleihen“.

Vielleicht posiert er selbst deshalb gern mit einem ziemlich großen aufgebauschten weißen Tuch in der Brusttasche. Die Farbe der Unschuld ist auch empfehlenswert für Accessoires-Anfänger. Damit kann Mann nichts falsch machen.

Der Fehler, der immer wieder gemacht wird: Schlips und Einstecktuch in gleicher Farbe und/oder Dessin – übrigens eine typisch deutsche Modesünde. Einem Italiener oder Franzosen würde so etwas nie einfallen.

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Das Einstecktuch: eine modische Ergänzung

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