Dress for Success
Mode und Marketing nach Maß

Der stationäre Handel leidet unter massivem Druck, der durch den Onlinemarkt erzeugt wird. Überhänge bei Herstellern und in den Geschäften werden zum Problem. Die Internetplattform Iliquid will Abhilfe schaffen.
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DüsseldorfEine Küchenschürze aus feinstem Stöffchen. Mit Nadelstreifen. Und einer Aussage über die Familien- und Firmengeschichte von Virgile Bourgueil. Der Modemann hat sie für seinen Vater geschneidert, den Sternekoch Jean Claude Bourgueil.

Er selbst ist zwar in Küche und Service aufgewachsen, wollte aber nicht in die gleiche Branche: „Mein Vater ist zu gut, zu stark, einfach unerreichbar.“ Der Sohn, der sein Taschengeld frühzeitig in gute Mode investierte, lernte stattdessen das Schneiderhandwerk, war später lange Jahre Zentraleinkäufer für die Herrenmode bei Peek & Cloppenburg.

Inzwischen macht er sein eigenes Ding. Mehr als eins. Da ist erst einmal „Iliquid“ als Problemlöser von Überhängen in der Textilindustrie. Mode lebt von der Beständigkeit des Wechsels. Doch längst gibt es keine verlässliche Frühjahr-/Sommer und Herbst-/Winter-Kollektionen mehr.

Ein Trend jagt den Anderen. Auch die Vertriebskanäle haben gewechselt. Outfits werden online bestellt. Das führt zu Überhängen bei Herstellern und im Handel. Ladenhüter hieß das früher. Die sind ebenso unerfreulich und ineffizient wie Lücken im Sortiment.

Dazwischen fehlte was, eine Art ausgleichender Vermittler fürs Angebot. Hier setzt Iliquid ein, gegründet als deutschlandweite kostenfreie Internetplattform. Über die können Einzelhändler ihre Lücken füllen.

Der Vermittlungsservice ist für sie kostenlos, der Hersteller zahlt eine Provision von maximal 10 Prozent. Die Ware ist aktuell, die Preise sind marktgerecht. Auf diesem Wege können auch kleinere Händler Marken testen ohne die Gefahr, auf Mindestabnahmemengen sitzen zu bleiben.

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Bespoker ist kein Versprecher

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