Dress for Success
Oberarm – aber sexy!

Männer, vergesst verstohlene Ein- und Anblicke auf Busen und Po. Dekolleté und J-Lo-Hintern sind passé. Frauen lassen heute ihre Armmuskeln spielen, wie Michelle Obama. Fitness-Clubs passen Problemzonen-Programme an.
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DüsseldorfDer Trend kommt – wie meist – aus den USA. Neu ist er nicht. Sehen wir uns nur mal die Freiheitsstatue an. Liberty begrüßt seit 1886 die Gäste der Vereinigten Staaten so viel freundlicher als die Unsicherheitskräfte in den Flughäfen. Dabei streckt sie siegreich ihren definierten Oberarm in den Himmel und stemmt damit stolz die vergoldete Fackel.

Bei Männern waren und sind (nicht zu) muskulöse Oberarme schon immer sexy. Ich denke nur an Marlon Brando in „Endstation Sehnsucht“. Der Titel war Programm für eine ganze Generation von seufzenden Frauen.

Die römische Göttin auf Liberty Island mag Vorbild gewesen sein für Michelle Obama und Ann Lois Davies Romney. Während die durchtrainierte Michelle mit Erfolg ihre Muskeln spielen ließ – sie soll angeblich dreimal die Woche mit schweren Hanteln trainieren - hielt sich die Romney-Gattin bedeckt.

Nicht so Paula Broadwell, die Terrorismus-Expertin, die mit ihren starken Umarmungen CIA-Boss David Petraeus zu Fall brachte. Wie die Präsidenten-Gattin zeigt sich die kühle Geliebte bevorzugt mit großzügigen Schulter-Dekolletes in der Öffentlichkeit.

Auch auf roten Teppichen lassen starke Frauen wie Demi Moore Sarah Jessica Parker oder Halle Berry ihre Muskeln eine Rolle spielen. Die Fürstin von Monaco verdankt ihre Figur ihrer Schwimmerinnen-Karriere, und Pippa Middleton zeigt gerne, dass sie nicht nur Po kann. Burlesque-Queen Dita von Teese reißt in der Champagner-Schale die Arme hoch. Hierzulande eifert Babs Becker Michelle Obama in der Oberarmzone nach.

Auffallend bei dem neuen Look ist, dass es nicht nur die jungen Stars und Sternchen sind, sondern oft ohnehin starke, selbstbewusste Frauen in ihren 40-ern und sogar 50-ern, die rechts und links des Dekolletes in raffinierten Designer-Outfits blank ziehen.

Das muss frau sich erst mal leisten können. Am besten, sie bringt schon gute Gene mit. Aber das allein reicht nicht. Es muss auch noch hart trainiert werden: Sitzbeugen, Wandbeugen, Damen-Liegestütz (in die Knie gehen), Gewichte stemmen (vier Kilo). Das formt. Doch Muskeln wie ein Mann – das kann nicht das Ziel sein. Sondern: leicht gebräunte (sun kissed) Rundungen, durchaus feminin – und eben auch sexy.

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