Dress for Success
Wehe dem, der den Trend verpennt

Am letzten Oktober-Sonntag beginnt die Winterzeit. Nicht nur die Uhr erfordert eine Umstellung, auch die Mode. Maskulin kühle Töne überwiegen beim Erscheinungsbild der Männer. Wie das aussieht, macht James Bond vor.
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Es fühlt sich zwar noch nicht so an, aber offiziell ist der Sommer in den meisten europäischen Ländern zu Ende. Hierzulande seit 1980 geregelt im „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“. Seitdem streiten sich die Zeitgeister über Uhr-Sache und Wirkung, während sich die meisten Zeitgenossen alle halbe Jahre die gleiche Frage stellen: Die Uhr zurückdrehen – oder nach vorn?

Eigentlich ganz einfach zu merken: Wenn die Temperaturen zurückgehen, ist Winterzeit. Also auch die Zeiger zurückdrehen. Zu schaffen im Schlaf. Um 3 Uhr nachts werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Vorgegeben von der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Und wenn das Thermometer Ende März wieder klettert, dann preschen auch die Uhrzeiger wieder vor.

Bis dahin gibt es allerdings noch eine andere Umstellung: von der Sommer- auf die Wintermode für  Herbst/Winter 2013/2014. Der Zeit weit voraus sind dabei die „Profashionals“ des Deutschen Mode-Instituts. Sie haben bereits vor Jahresfrist den Trend für die aktuelle Saison ausgemacht: „Intelligent gebrochene Klassik“. Scheint beim deutschen Mann noch nicht so recht angekommen zu sein.

Der entscheide sich beim Auto gern für eine Nummer größer und damit teurer, als er es eigentlich braucht (Alternative: „Isch 'abe gar kein Auto“), investiere in repräsentatives Möbeldesign, das er womöglich noch mit zeitgenössischer Fotokunst ergänzt, aber bei seinen Klamotten, so kritisieren die Trendforscher, hinke er allzu oft der Zeit hinterher, schäme sich noch nicht mal für Marke Wühltisch. Das sei nun wirklich nicht zeitgemäß, mahnen die Mode- und Meinungsmacher und warnen: Wehe dem, der den Trend verpennt.

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