Relax for Success: Schanghai: Wo Häuser und Preise in den Himmel wachsen

Relax for Success: Schanghai
Wo Häuser und Preise in den Himmel wachsen

Betongold kann eine Glücksfarbe sein in China. Wenn – wie im Westen – die Lage stimmt. Zum Beispiel direkt am Bund von Schanghai, ein Quadratmeter kostet ab 20.000 Euro. Das Leben in Schanghai ist teurer als in New York.
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DüsseldorfDer Ausblick von Chinas teuersten Apartments direkt am Bund von Schanghai ist grandios: über den Huangpu River direkt auf die Skyline von Pudong, das berühmte Finanzzentrum der Boomtown. Dort bohrt sich Chinas höchstes Gebäude in den Himmel: der Shanghai Tower, 632 Meter hoch, 121 Stockwerke, fünf Etagen unter der Erde, über eine halbe Million Quadratmeter. Er ist – nach dem Burj Khalifa in Dubai (828 Meter) der zweithöchste Turm der Welt. Noch. Denn schon wächst in Shenzhen, Chinas Wirtschaftszone nicht weit von Hongkong, das Pingan International Finance Center in die Höhe, bis auf 660 Meter. Es soll 2016 fertig sein.

Als 2008 der Grundstein für den Shanghai-Tower gelegt wurde, rechnete man noch mit der Fertigstellung zur Expo 2010. Doch erst im letzten Sommer konnte Richtfest gefeiert werden. Die Eröffnung soll jetzt aber noch in diesem Jahr sein. Dann hat Shanghai auf einer Aufsichtsplattform in 561 Höhe eine weitere Touristen-Attraktion.

Der höchste Turm wuchs auf einem ehemaligen Golfplatz. Unvorstellbar, dass hier früher mal Reisfelder waren. Gemeinsam mit dem Jin Mao Tower (420 Meter), der an einen Kreuzschlitzbohrer erinnert, und dem Shanghai World Financial Center, mit seiner rechteckigen Öffnung im oberen Teil seiner 492 Meter auch „Flaschenöffner“ genannt, bildet der Shanghai Tower jetzt ein beeindruckendes Wolkenkratzer-Trio in Pudong.

Den Wettbewerb um den Bau einer weiteren vertikalen City in Pudong gewann das amerikanische Architekturbüro Gensler. Der Entwurf stammt von Marshall Skabala, einem Architekten aus Houston, bei dem man auch an glitzernde Skyscraper denkt. Skabalas verdrehter Turm sieht aus wie eine zusammengerollte Zeitung oder ein umgedrehtes Eishörnchen. Seine Erbauer sehen darin eher eine „Thermoskanne“. In der Verdrehung soll Regenwasser für die Klimaanlage gesammelt werden.

In der Lobby in Schanghai, in der erste, ausgewählte Besuchergruppen empfangen werden, sind die übrigen – kaum weniger eleganten – Entwürfe ausgestellt. Auch der Brite Sir Norman Foster, der schon etliche Landmarks in China setzte, ist dabei.

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