Dritter Tag in Folge keine Busse und U-Bahnen
Streikende in New York deuten Ende des Ausstands an

Angesichts hoher Geldstrafen und einer möglichen Inhaftierung von Gewerkschaftsführern haben die streikenden Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in New York am Mittwoch eine Beendigung des Ausstands angedeutet. Der Streik könne beendet werden, wenn die Änderungen an der Altersversorgung zurückgenommen würden. Gewerkschaftsanwalt Arthur Schwartz erklärte, es gebe Verhandlungen mit Unterhändlern.

HB NEW YORK. Der Richter Theodore Jones drohte dem Gewerkschaftsboss Roger Toussaint und am Mittwoch (Ortszeit) mit Gefängnis. Er zitierte sie für Donnerstag vor Gericht, und sagte, eine Haftstrafe sei eine „realistische Möglichkeit“. Er hatte schon eine Geldstrafe von einer Million Dollar pro Tag wegen des Streiks gegen die Gewerkschaft verhängt. Der Tarifvertrag für die 33 000 Beschäftigten der Verkehrsbetriebe lief in der vergangenen Woche aus.

In New York fahren an diesem Donnerstag zum dritten Mal hintereinander keine Busse und U-Bahnen. Ungeachtet eines Gesetzes, dass ihnen Streiks verbietet, hatte die Gewerkschaft die Arbeiter am Dienstag zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Seitdem liegt der öffentliche Nahverkehr still. Millionen New Yorker am müssen sich daher Alternativen zu bestreikten Bussen und Bahnen suchen

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Bürgermeister Michael Bloomberg sprach sich gegen eine Inhaftierung der Gewerkschaftsführer aus, um sie nicht zu „Märtyrern“ zu machen. Das Gericht solle besser höhere Geldstrafen verhängen, sagte er. Der Richter hat die Gewerkschaft bereits dazu verurteilt, für jeden Streiktag eine Million Dollar Strafe zu zahlen. Nach Medienberichten reicht die Streikkasse dadurch nur noch bis Samstag. Auch hohe Geldstrafen für jeden einzelnen Streikenden sind denkbar. Die 33 000 Streikenden bekommen bereits für jeden Streiktag zwei Tage Lohn gestrichen.

Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte, Toussaint stehe in Verhandlungen mit Schlichtern, und wenn er vor Gericht oder gar ins Gefängnis müsse, könne dies die Gespräche gefährden. Der letzte Nahverkehrsstreik in New York vor 25 Jahren war durch die Bildung eines Schiedsgerichts beendet worden, das den Tarifkonflikt dann entschied. Toussaint hat allerdings gesagt, dies werde diesmal nur „über die Leichen unserer Führung“ geschehen.

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