Erste Hilfe für Geschäftsreisende
Unterwegs in höchster Alarmbereitschaft

Attentate, Naturkatastrophen, Entführungen, Pandemien, wie Vogelgrippe und Hühnerpest - Geschäftsreisen sind in jüngster Vergangenheit gefährlicher geworden. Wenn auf der Geschäftsreise der Krisenfall droht, ist Vorsorge gefragt. Wie Unternehmen ihren Mitarbeitern erste Hilfe geben können.

HB HAMBURG. Der Travel Industry Club, Zusammenschluss führender Travel Manager aus der deutschen Wirtschaft, bilanziert: "Sicherheit und Fürsorge auf Reisen gehören zwangläufig zu den wesentlichen Themen, mit denen sich die Reiseindustrie auseineinander setzen muss". Und doch: "Das Bewusstsein für Sicherheits-Maßnahmen entsteht hier zu Lande gerade erst", weiß Expertin Friederike von Arnim. Sie ist Geschäftsführerin der TIP Gesellschaft für Touristik-Informations-Programme, die den Markt elektronisch mit aktuellen Länderinformationen versorgt.

Als am 10. August auf Londons Flughafen Heathrow höchste Terror-Alarmstufe herrschte, ging kurz um 10.45 Uhr auf dem PDA von Brigitte Mocka-Binn eine E-Mail ein. Inhalt: Eine Nachricht ihres Informationsdienstleisters TIP, dass es in London zu Flugausfällen größeren Stils kommt. Die erste Tat führte die Travel Managerin des Verpackungsunternehmens Ball Packaging Europe auf eine Website ihres Reisebürodienstleisters. Dort konnte sie sofort erkennen, welche der 2 500 Mitarbeiter ihrer Firma in Europa Flüge über London gebucht hatten, ob sie weggekommen oder gestrandet waren.

Jeder Name ist mit Handynummer und E-Mail-Adresse versehen, so dass jeder Reisende schnell erreicht werden kann. Das Handy von Brigitte Mocka-Binn steht übrigens für Alarm-Meldungen in 24-Stunden-Bereitschaft. Warum treibt Ball Packaging Europe diesen Aufwand? "Weil wir für die Sicherheit unserer Mitarbeiter verantwortlich sind", begründet die Travel Managerin. Mit dieser Erkenntnis bildet Brigitte Mocka-Binn eine Ausnahme. Sicherheits-Szenarien, Alarm-Meldungen, intelligent verknüpfte Datenbanken oder Notfall-Pläne gibt es in den wenigsten deutschen Unternehmen. Es sind vor allem die amerikanischen Firmen, die in den letzten Jahren dazu übergegangen sind, Technologie einzusetzen, um im Krisenfall schneller reagieren zu können.

Dabei wird das Thema immer wichtiger. Immerhin haben mittlerweile die Geschäftsreise-Anbieter Sicherheitssysteme im Portfolio, die Gefahrensituationen verhindern und im Krisenfall die schnelle Reaktion ermöglichen sollen. Dabei löst das Prinzip Push das Prinzip Pull ab: Schon bislang konnten die Reisebüros mehr oder weniger umständlich ihren Buchungssystemen Daten über Reisende entnehmen. Das musste aber aktiv geschehen und es brauchte seine Zeit.

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