Erste zivile Non-Stopp-Verbindung aus Europa
LTU fliegt von Düsseldorf nach Kabul

Die jahrzehntelange Unterbrechung des direkten zivilen Luftverkehrs zwischen Europa und der afghanischen Hauptstadt Kabul ist beendet. Erstmals nach 23 Jahren sollte am Dienstagabend ein Airbus der LTU zum sechseinhalbstündigen Flug in Richtung Hindukusch starten, kündigte ein Unternehmenssprecher an. Die LTU wolle künftig wöchentlich von Düsseldorf nach Kabul fliegen.

HB/dpa DÜSSELDORF. Der Nur Air Travel Service hatte die Maschine gechartert. Von den 320 Plätzen in dem Airbus 330-200 wurden knapp 150 gebucht. Vor allem Exil-Afghanen, Hilfsorganisationen und Regierungsmitarbeiter hätten die Tickets erworben, sagte ein Nur-Sprecher. Touristen seien nicht an Bord. Das Auswärtige Amt warnt weiter vor Reisen nach Afghanistan.

Rund 300 000 Exil-Afghanen leben derzeit in Deutschland, davon allein 70 000 in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen weitere 120 000 Afghanen aus den Niederlanden, die im Einzugsgebiet des Düsseldorfer Airports leben.

In Kabul werde die LTU eng mit den Truppen der ISAF, vor allem aber mit der Bundeswehr kooperieren, die für die Sicherheitsfragen am Flughafen zuständig sei, hieß es. Deutschland und Afghanistan haben vor wenigen Wochen ein Luftverkehrsabkommen geschlossen. „Wir sind dort sehr willkommen“, hieß es bei der Reisegesellschaft. Die Flugverbindung werde in Afghanistan auch als Schritt in Richtung Normalität und Stabilität empfunden.

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