ETA-Terror
Mallorca-Urlauber reagieren gelassen auf Anschlag

Nach dem Bombenanschlag reagieren die deutschen Mallorca-Urlauber gelassen. Die meisten der zurzeit 150 000 bis 200 000 Touristen wollen ihren Urlaub auf der beliebten Ferieninsel unverändert fortsetzen. Sie haben andere Sorgen.

HB FRANKFURT. Nach dem Bombenanschlag auf Mallorca erwarten deutsche Reiseveranstalter und Fluggesellschaften eine rasche Normalisierung des Ferienbetriebs. Zunächst müsse auf der besonders bei deutschen Urlaubern beliebten spanischen Insel zwar mit verstärkten Sicherheitskontrollen gerechnet werden, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reise-Verbands (DRV) am Freitag. "Es ist aber keine Stornierungswelle zu erwarten. Dafür gibt es keine Anzeichen."

Auch die nach DRV-Angaben rund 150 000 bis 200 000 deutschen Urlauber vor Ort wollen ihren Urlaub fortsetzen. Die Situation auf Mallorca sei ruhig, sagte eine TUI-Sprecherin. Beim Konkurrenten Rewe erwartet man auch keine langfristigen Auswirkungen. "Mallorca ist und bleibt ein Lieblingsziel der Deutschen", sagte eine Sprecherin. Selbst der Ausbruch der Schweinegrippe habe daran nichts geändert. Die Balearen sind nach Angaben des DRV mit jährlich 3,3 Mio. Besuchern eines der beliebtesten Auslandsreiseziele der Deutschen. Dennoch sind die Urlauber besorgt über die Ausbreitung der Schweinegrippe.

Am Donnerstagnachmittag hatte mitten in der Hochsaison ein Autobombenanschlag die Ferieninsel erschüttert. Bei der Explosion vor einer Kaserne der paramilitärischen Guardia Civil im Urlaubsort Palmanova starben zwei Polizisten. Die Behörden riegelten daraufhin für mehrere Stunden alle Flug- und Seehäfen ab. Flüge nach und von Mallorca waren nach Angaben von Air Berlin dadurch etwa ein bis zwei Stunden verspätet. Mittlerweile habe sich der Betrieb jedoch normalisiert, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin. Am Freitagmorgen seien alle Maschinen nach Mallorca planmäßig gestartet. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hat ein wichtiges Drehkreuz auf dem Flughafen der Insel.

Das Attentat löste in der Reisebranche Sorgen um das Tourismusgeschäft aus. "Auf kurze Sicht wird der Anschlag sich auf die Nachfrage auswirken", befürchtet Aurelio Vázquez, Präsident eines Zusammenschlusses von Hotelketten.

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