Eulen und Spechte sind auf Partnersuche
Erste Anzeichen von Frühling in Deutschland

Trotz Schnee und Eis sehen Wetterexperten in Deutschland leises Frühlingserwachen. In Parks und Wäldern habe die Balz begonnen, und die Sonnenintensität soll laut Wetterfachmann Jörg Kachelmann schon recht hoch sein.

HB HAMBURG/FRANKFURT. Während die Menschen in Deutschland vor Kälte zittern, machen sich in der Natur bereits Frühlingsgefühle breit. „Vögel sind nicht so kälteempfindlich wie wir Menschen“, sagte der Leiter der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Richarz, am Dienstag. Auf die Tiere wirke in erster Linie die Tageslänge stimulierend. „Je heller es draußen ist, desto eher geraten die Vögel in Sexlaune“, erklärte der Vogelexperte.

In Parks und Wäldern habe die Balz begonnen. Wie für die Jahreszeit üblich, seien vor allem Eulen und Spechte auf Partnersuche, sagte Richarz. Auch Mittelstreckenzieher wie der Kranich seien aus dem Süden zurück und fleißig in Sachen Partnerwahl unterwegs.

Die Sonnenintensität sei derzeit schon recht hoch, sagte Jörg Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia. Gerade an Südhängen schmelze der Schnee recht schnell. „Die Sonne ist teilweise so stark, das hat schon etwas mit Frühling zu tun“, sagte Kachelmann.

Die recht milden Temperaturen im Januar hätten die Pflanzen stimuliert. „Die warten jetzt regelrecht auf den Frühling“, berichtete die Agrarmeteorologin Brigitte Klante vom Deutschen Wetterdienst in Geisenheim/Rheingau. Schneeglöckchen und Haselnussknospen hatten bereits Anfang des Jahres zu blühen begonnen. Jetzt sei für die Pflanzen der schützende Schnee von Vorteil, da die Temperaturen im Boden dadurch nicht zu niedrig seien. „Im Prinzip ist ja alles auf Stand Januar eingefroren worden“, sagte Klante. „Wenn die Temperaturen in den nächsten Wochen steigen, wird es sehr schnell gehen“, prognostizierte sie.

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