Falkensteins Weinprobe
Aus dem Reich der Sinne

Sonja Schilg ist soeben vom "Gault-Millau-WeinGuide" zur Gutsverwalterin des Jahres ernannt worden. Richtig ist, dass die aus der Slowakei stammende 50-Jährige das lange verschlafene Weingut Schloss Wackerbarth in Radebeul bei Dresden rasch zu einem höchst lebendigen Treffpunkt gemacht hat.

In diesem Jahr dürften rund 160 000 zahlende Gäste die vielen kulinarischen und künstlerischen Ereignisse in Radebeul besucht haben. Im Belvedere-Pavillon, der zum Gut gehört - hübsch gelegen oberhalb eines streng geometrisch angelegten Parks -, heiraten mehr Paare als auf dem Standesamt in Dresden.

Die kernige und doch zugleich sanfte Frau stammt aus dem Weinbau. Einige Jahre leitete sie eine Event-Brauerei, war also für die Arbeit in Radebeul vorbereitet.

Als sie Anfang 2003 antrat, hatte sie es leichter als ihre Vorgänger. Das staatliche Weingut war kurz zuvor mit 20 Millionen Euro Landesmitteln großzügig erneuert worden. Jetzt erstrahlen Schloss und Park in altem Glanz. Architektonisch gut eingebunden, entstand daneben eine hochmoderne Wein- und Sektkellerei.

Der Name des Gutes stammt vom Erbauer August Christoph Graf von Wackerbarth. Der war Feldherr und Berater Augusts des Starken.

Nach 1945 diente das Gut der Roten Armee als Poststelle. Später war es ein Heim für koreanische Kinder. 1992 übernahm das Land Sachsen das vergammelte Anwesen. Jetzt darf sich Schloss Wackerbarth stolz als "Reich der Sinne" bezeichnen.

Aus dem umfangreichen Programm des Gutes ist der Traminer-Sekt wunderbar abgerundet und auch witzig. Er heißt "trocken", was bei Schaumwein immer etwas lieblich ist.

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