Falkensteins Weinprobe
Da lodert immer etwas

Ewald Kopp hat neben seiner Arbeit als Mechaniker für Landmaschinen eine Winzerlehre absolviert.Als Winzer hat er viel Lob hören dürfen. Vor allem seine Rotweine erringen hohe Auszeichnungen. Sein neuer Chardonnay ist noch arg jung, doch schon nach einem Glas spürt der Kenner, dass daraus einmal ein großer Tropfen wird.

Zehn Jahre lang hatte Ewald Kopp, Winzer in Ebenung bei Baden-Baden, treu und brav seine Trauben bei der Genossenschaft in Varnhalt abgeliefert. Auf Dauer war ihm das zu wenig. "Da ist bei mir immer etwas am Lodern", sagt er über seinen Ehrgeiz.

So begann er neben seiner Arbeit als Mechaniker für Landmaschinen eine Winzerlehre. Zweimal in der Woche fuhr er zum Weingut Bernhard Huber in Malterdingen, einem der angesehensten Betriebe in Baden, und abends dann weiter zur Weinbauschule in Freiburg, wo er Theorie büffelte.

Eine traurige Geschichte gab den letzten Anstoß dafür, den großen Sprung zu wagen. Ein lieber Nachbar und Sangesbruder erkrankte schwer. Der Mann hatte bis dahin als Rentner ein winziges Weingut betrieben. Nun bot er Kopp seinen Rebgarten an und riet ihm, er solle sich doch selbstständig machen. Bald danach starb der Freund.

Ehefrau Birgit stand den Plänen ihres Mannes anfänglich skeptisch gegenüber. Das Abenteuer erschien ihr zu verwegen. Zudem war es gar nicht so selbstverständlich, aus der Genossenschaft auszutreten. Bruder Emil ist Geschäftsführer dort.

Doch Ewald Kopp sprach mit seiner Bank und entschied dann: "Jetzt oder nie." Das war 1996.

Die ersten Jahre waren hart. Die Einrichtung eines modernen Kellers war "ein Fass ohne Boden", wie Kopp witzelt. Doch nun ist der 42-Jährige, ein mittelgroßer, dezent bärtiger Mann, aus dem Gröbsten heraus - wirtschaftlich.

Als Winzer hat er viel Lob hören dürfen. Vor allem seine Rotweine erringen hohe Auszeichnungen.

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