Falkensteins Weinprobe
Ein weinfroher Banker

Andreas von Rosen hatte in verschiedenen Bankhäusern leitende Positionen inne und sich später mit der Frankfurter Unternehmensberatung Corentis selbstständig gemacht. Seit anderthalb Jahren tummelt er sich zusätzlich in einem völlig anderen Arbeitsfeld: als Miteigentümer des Weinguts Friedrich Altenkirch in Lorch am Rhein.

Eine Wirtschaftsprüferin hatte ihm beiläufig von dem uralten Betrieb erzählt. Im Frühsommer 2005 schaute er dort vorbei und sprach lange mit Franziska Breuer-Hadwiger, die sechs Jahre zuvor das damals arg verschlafene Gut von ihrem Vater übernommen und tapfer nach vorne gebracht hatte.

Was von Rosen in Lorch sah und schmeckte, regte gleichermaßen Verstand wie Gaumen an. Er betrachtete die steilen Weinberge, den historischen Keller. Kellermeister Peter Weritz war ihm gleich sympathisch. Kurzum, bald wurde eine GmbH gegründet, an der er die Hälfte der Anteile hält.

Der 50-Jährige, ein Hüne mit leicht angegrautem Haar, kümmert sich um alles Kaufmännische und ist sich auch nicht zu fein, Kunden zu bedienen. Gemeinsam wurde beschlossen, dass Weritz die sehr eigenartigen Böden von Lorch geschmacklich noch mehr herausstellen sollte. So entstand eine faszinierende Reihe von Riesling-Weinen.

Auf Prädikate wird dabei verzichtet. Beim "Quarzschiefer", einer veritablen Auslese, ist das schon heftige Tiefstapelei. Dieser mächtige Riesling wurde spontan, also mit seinen natürlichen Hefen, vergoren, was sich Kellermeister heute kaum noch trauen. Er lag dann teils im großen Fass, teils im Edelstahl ein ganzes Jahr lang auf dem Hefe-Depot.

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