Falkensteins Weinprobe
Genießen pro Natur

Tarapacá ex Zavala war in seinen besten Zeiten nicht irgendein Weingut, sondern eine Institution, fast so etwas wie ein chilenisches Nationalheiligtum. Dort ließen Präsidenten einkaufen, egal wie sie hießen, Salvador Allende wie Augusto Pinochet.

Die 1874 gegründete Bodega, ein Schloss inmitten von Reben, lag früher außerhalb von Santiago am Ende der Avenida Tobalaba. Doch die wuchernde Hauptstadt hat das Anwesen längst umzingelt. Schon vor 20 Jahren zeichnete sich ab, dass Tarapacá ex Zavala auf Dauer nicht zu halten war.

1992 kaufte das Gut die mächtige Fósfero-Holding, Quasi-Monopolist für die Herstellung von Streichhölzern. Das herrschaftliche Haus und ein Teil der Weingärten wurden gleich veräußert. Dafür entstand 50 Kilometer südwestlich von Santiago im Valle Rosario de Naltagua eine moderne Bodega.

Es gibt beeindruckende Luftaufnahmen von dem Tal, das nur zum Rio Maipo hin geöffnet, ansonsten völlig von grimmig gezackten Bergen umrundet ist. Dort fand sich Platz für einige hundert Hektar Reben.

Einen Nachteil gab es aber: Vorbesitzer Pioneer, ein amerikanischer Saatzuchtkonzern, hatte einen völlig sterilen, teilweise stark belasteten Boden hinterlassen. Da konnten sich die Kellermeister noch so anstrengen, die ersten Weine aus dem Rosenkranz-Tal schmeckten nach nichts.

Noch hatte Tarapacá das Recht auf die Trauben aus Santiago. Sie wurden für teure Reservas verwendet. Für den Chef-Önologen Sergio Correa war es ein schwarzer Tag, als er hörte, dass die alten Weingärten gerodet werden sollten.

Doch er hatte vorgesorgt, das Valle Rosario nach guten Lagen abgesucht. Am nördlichen Ende fand er einen Hang mit unbearbeiteten Böden, für Weinbau bestens geeignet.

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