Falkensteins Weinprobe
Gewisse Würde

Das Traisental ist urzeitliches Weinland. Das Museum in Nussdorf besitzt 4 000 Jahre alte Traubenkerne und die Nachbildung einer Schale aus der Bronzezeit, die mit Trinkszenen geschmückt ist. Als eigenständiges Weinbaugebiet gibt es die anmutige Landschaft aber erst seit zwölf Jahren.

Bis vor zwölf Jahren wurde das Traisental mal Klosterneuburg zugeschlagen oder ging im Donauland-Verbund unter. Das Tal erwacht erst allmählich aus tiefem Schlaf. Tüchtige Winzer machen auf sich aufmerksam. Es kommen Weinfreunde angereist, denen die Wachau zu berühmt geworden ist. Darauf ist die Gegend südlich der Donau aber noch nicht eingerichtet. Es gibt zu wenig Betten.

In Traismauer entsteht gerade ein Schlosshotel. Daran beteiligt sich Markus Huber aus Reichersdorf, den die Wiener Zeitschrift "Vinaria" schon als "Traisentaler Shooting-Star" feiert. Der betont lässig auftretende 28-jährige Blondschopf hat den elterlichen Bauernhof mit Heurigen-Schänke zu einem properen Weingut umgebaut. "Entweder mach? ich was G?scheites, oder ich such? mir was anderes", tut er kund. Sein erster Jahrgang war der 2000er. Da studierte er noch in Klosterneuburg. 2004 entstand ein neuer Keller, in dem die Schwerkraft regiert. So wird der Most nicht so stark durch Pumpen strapaziert. Neben Edelstahl finden sich auch Fässer aus Akazienholz. Das verleiht den Weinen eine gewisse Würde. Hubers wichtigste Rebsorte ist der Grüne Veltliner, der auf den kalkreichen Böden dort eine eigenwillige Note bekommt. Oft sind die Weine anfänglich verschlossen und zeigen erst im zweiten Jahr ihre ganze Schönheit.

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