Falkensteins Weinprobe
Pioniere im Burgenland

Anton M. Iby legt Wert auf das "M" in seinem Namen. Dies sei kein neckischer Amerikanismus, sondern notwendig, um den Postboten zu entlasten. Denn unter der Adresse Kirchengasse 4 in Horitschon im Burgenland finden sich noch zwei weitere Herren, die Anton Iby heißen: Vater und Großvater.

Der Junior, 30 Jahre alt, schlank, groß, dunkelhaarig, ein fesches Mannsbild, betreut seit dem Jahrgang 2000 den Keller. Nach dem Studium arbeitete er in Spanien, später in Kalifornien, wo er lernte, "wie man?s nicht machen soll".

Most-Oxidation (ein Spiel mit der Sauerstoff-Zufuhr), Einsatz von Eichenchips und von Enzymen, in der modernen Kellerwirtschaft gang und gäbe, lehnt er ab. Dies sind für ihn "Mickymaus-Verfahren". Darin bestärkt ihn der Vater.

Es fällt auf, mit welcher Hochachtung der Sohn vom Vater spricht. Anton Iby hatte mit einem kleinen Rebgarten begonnen. Damals arbeitete er noch als Qualitätssicherer bei einem Autozulieferer. Die Trauben gingen an die Genossenschaft. Der Gedanke, Wein selbst zu verkaufen, kam bei der riesigen Ernte 1982. Die kleine Kooperative war überfordert, nahm nur Teile der Lese ab und ließ die Winzer ansonsten allein.

Mutig kündigte Anton Iby und baute mit Gattin Johanna ein Weingut auf. Die beiden sind heute noch ein perfektes Team. In nur fünf Jahren wuchs die Rebfläche auf das Zehnfache. Den Schock von 1982 noch in Erinnerung, drosselte Iby die Erträge, was die Qualität steigerte.

Vor allem verlegte er sich auf die Sorte Blaufränkisch, die nahe der ungarischen Grenze besonders inhaltsreiche Weine bringt. Viele Kollegen in der Nachbarschaft folgten seinem Vorbild.

Einmütig wählten sie Anton Iby zum Obmann des Verbandes Blaufränkisch Mittelburgenland. Es ist sein Verdienst, dass die kleine Region südlich des Neusiedlersees heute weithin bekannt ist.

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