Falkensteins Weinprobe
Sechs Gründe pro Veltliner

Bernhard Ott, Winzer in Feuersbrunn, wurde einmal in einem Interview als "Mister Veltliner" angesprochen. Das lässt er sich gerne gefallen.

Es gibt nur wenige Weinbauern an der Donau, die sich so hingebungsvoll dem Grünen Veltliner widmen. 90 Prozent seiner Weingärten sind damit bestockt.

Der 31-Jährige zählt sechs Gründe auf, warum er derart an der österreichischen Haus- und Hofrebe hängt. Erstens: Bei seinen Lehr- und Wanderjahren durch halb Europa lernte er, dass Rebstöcke ein gediegenes Alter haben müssen, um guten Wein zu bringen. Erst als er wieder heimkehrte, ging ihm auf, dass der Veltliner im väterlichen Gut großenteils fast 50 Jahre alt war. "Als ich das sah, überkam mich so ein heiliges Gefühl", erinnert er sich.

Zweitens: Die aus Löss geformten Terrassen am Wagram-Höhenzug, der sich 30 Kilometer vor Wien an der Donau entlangzieht, sind ideal für diese Sorte. Drittens: Der würzig-pfeffrige Geschmack ist einzigartig. Viertens: Die Weine können gut altern, schmecken oft erst nach drei, vier Jahren am besten.

Das fünfte Argument lässt persönlichen Ehrgeiz durchblicken: "Den Veltliner gibt es nur bei uns. Wenn ich also bei dieser Sorte alles gebe und österreichischer Meister werde, dann bin ich zugleich Weltmeister."

Schließlich und sechstens: "Die Weine passen so wundervoll zu unserer guten Küche." Dies ist für den Genussmenschen, der bei 1,85 Meter Körpergröße wenigstens 100 Kilo auf die Waage bringt, besonders wichtig. Ihm schmecke es halt gut, sagt er achselzuckend. Aber dafür kann der Winzer wie ein Ochse schuften.

Die Lage "Am Berg" ist nicht die beste in Feuersbrunn. Das hat den Vorteil, dass der Veltliner von dort nicht so schwer wird. Trotzdem hat der Wein bei nur 11,5 Grad Alkohol einen dichten Geschmack von Erde, Gemüse und Küchenkräutern. Die Säure ist angenehm weich.

Zu Otts Lieblingsgerichten gehört eine donauländische Spezialität: Grammelknödel mit warmem Krautsalat. Grammeln sind Grieben, also Speckbrocken, die in der Pfanne ausgelassen werden und mit Knoblauch und etwas Schmalz die Füllung für die Knödel bilden.

Der Knödelteig besteht aus zerquetschten gekochten Kartoffeln, Eigelb (eines pro Person), etwas flüssiger Butter sowie Grieß und Mehl. Die Klöße nur sieden, nicht kochen. Für den Salat werden weitere Speckstücke in Schmalz knusprig gebraten. Mit einem Viertelliter mildem Essig ablöschen, etwas Zucker und Kümmel hinzufügen und den fein geschnittenen Weißkohl in dem heißen Sud ziehen lassen.

Von der Donau

Wein 2002er Grüner Veltliner Am Berg

Rebsorte Grüner Veltliner

Anbaugebiet Österreich - Donauland

Analyse 11,5° Alkohol, 6,3 g Säure, 2,5 g Restzucker (pro Liter)

Mindestens haltbar bis Sommer 2005

Preis 6,25 Euro

Adresse Weinimport Steines Taufkirchner Straße 2 85435 Erding

Tel. 08122/18200 Fax - 40168 E-Mail info@ steines-weine.com

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