Falkensteins Weinprobe
Wanderung zum Wein

Hans-Jacob Waern, längst pensionierter Vorstandsvize von Avesta, dem seinerzeit größten Edelstahl-Hersteller in Schweden, begab sich auf Wein-Safari an die Loire. Als Mitreisenden wählte er einen ortskundigen Freund.

Zuerst ging es ins Gebiet des Sancerre. Hans-Jacob Waern, längst pensionierter Vorstandsvize von Avesta, lud seinen Wagen voll, obwohl ihm der Begleiter mehrfach gesagt hatte, dass es in Menetou-Salon nebenan ebenso gute Weine für weniger Geld gebe.

In der Nachbarstadt besuchten sie anschließend die Domaine Gilbert, die erste Adresse. Der Schwede kostete, verdrehte die Augen und beschimpfte den Freund: "Warum hast du mich nicht viel deutlicher gewarnt? Du hättest mit mir streiten müssen."

Die Domaine stammt schon von 1786. Eigner ist Philippe Gilbert: 37 Jahre alt, mittelgroß, drahtig, das schwarze Haar ein wenig kraus. Er übernahm 1998 die Leitung.

Zuvor ließ Vater Jean-Paul ihn studieren, was er mochte: Betriebswirtschaft, dann Politologie. Den jungen Mann faszinierte Russland. Er lernte die Sprache, bereiste das Land und schrieb eine Arbeit über Bühnenstücke nach Texten von Fjodor Dostojewski.

Um das Weingut leiten zu können, engagierte er Jean-Philippe Louis, den besten Önologen an der Loire. Bei ihm lernt Gilbert nun auch das Handwerk des Weins. "Er ist der perfekte Lehrer", lobt er.

Gilbert erzeugt zwei Chargen. Die einfacheren Weine, weiß und rot, lässt er im Edelstahl reifen. Die teureren Gewächse kommen in neues Eichenholz. Er mag?s anders sehen, aber die Normalklasse schmeckt besser.

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