Fernsehen Lotterie verliert Kunden wegen Lierhaus-Gage

Erst rührte Monica Lierhaus mit ihrem Comeback Millionen Fernsehzuschauer, jetzt sorgt sie für Wirbel: Ihr 450.000-Euro-Vertrag soll Grund zahlreiche Abo-Kündigungen der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" sein.
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Bewegendes Comeback, nun Ärger wegen neuen Vertrags: Monica Lierhaus bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" mit Laudator Günter Netzer (li.) und ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt. Quelle: Reuters

Bewegendes Comeback, nun Ärger wegen neuen Vertrags: Monica Lierhaus bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" mit Laudator Günter Netzer (li.) und ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt.

(Foto: Reuters)

BerlinDie ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" erhält überdurchschnittlich viele Kündigungen der Los-Abonnements. Als Grund wird zum Teil Verärgerung über den 450.000-Euro-Vertrag mit Monica Lierhaus angegeben. Der Sprecher der Fernsehlotterie,
Mario Czipull, bestätigte am Freitag einen Bericht des Internetportals der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Czipull sagte, die überdurchschnittlichen Kündigungen seien "vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen" zu sehen. Wenn die Kunden eine Begründung für die Abo-Kündigung angeben, sei "vereinzelt" konkret der Lierhaus-Vertrag genannt worden.

Die frühere "Sportschau"-Moderatorin wird nach fast zweijähriger schwerer Krankheit Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie. Dafür soll sie pro Jahr 450.000 Euro erhalten, wie der "Spiegel" berichtet hatte. Offiziell bestätigt wurde dies bisher nicht. Dem Bericht
zufolge soll die Vergütung später noch erhöht werden.

Die ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" stellt am 3. März in Hamburg Details der Werbekampagne mit Monica Lierhaus vor, die nach bisherigen Angaben nicht an der Pressekonferenz teilnimmt.

Laut "Spiegel" soll sie dienstags und donnerstags in der Werbung der Fernsehlotterie im Ersten Programm zu sehen sein und sonntags die Bekanntgabe der Wochengewinner präsentieren.

Auf die Abo-Kündigungen verschickt die ARD-Lotterie ein offenbar standardisiertes Antwortschreiben. Darin heißt es nach dem Bericht von "haz.de": "Viele Menschen vergleichen ihre eigenen Bezüge mit den diskutierten Summen. Ein direkter Vergleich macht zunächst eine Schieflage deutlich, ist unseres Erachtens aber schwierig, weil sich Prominente, die zu Werbezwecken eingesetzt werden, immer in einem deutlich höheren Gehaltsgefüge bewegen."

In einer Umfrage des "Stern" hatten erst in der vergangenen Woche knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) angegeben, sie fänden es gut, dass die erkrankte Ex-Sportmoderatorin demnächst Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie wird. Überdurchschnittlich wird
das Comeback demnach von Frauen (67 Prozent) und Bürgern über 44 Jahren (66 Prozent) begrüßt. 13 Prozent halten es nicht für gut, dass Lierhaus jetzt diese Funktion übernimmt, 24 Prozent äußerten keine Meinung.

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15 Kommentare zu "Fernsehen: Lotterie verliert Kunden wegen Lierhaus-Gage"

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  • Ich werde niemals mehr diese Lotterie spielen.

    So schlimm das Schicksal von Frau Lierhaus ist,
    diese Gage,mehr als das Doppelte der Kanzlerin,
    ist unverschämt.
    Ich gebe diese Unverschämtheit an meine Bekannten weiter

  • Inakzeptabel ,

    Respekt für Frau Lierhaus aber das ist in keinster Weise vertret - und Vermittelbar.
    Kündigungen eine zwingende Folge.
    Sie leistet nicht annähernd etwas dafür.
    Es zeigt mal wieder welcher Klüngel da herscht!!!!!!!!!!
    Eigentlich gehören alle in den Knast aber die Richter sind ja auch alle Betriebsblind, man sehe Pooth dem 8,4 Mil erlassen werden und der geht auch nicht in den Vollzug wo er hingehört!!!!!!!!

    Mit freundlichen Grüßen G. K.

  • Nach dem "bewegenden" Fernsehauftritt von Frau Lierhaus ist für jeden unschwer erkennbar, dass sie berufsunfähig ist. Noblerweise schanzt die ARD Ihr weiterhin einen Hochdotierten Vertrag zu. Ein Hohn für alle Berufsunfähigen die den Rest des Lebens am Existenzminimum Ihr Dasein fristen werden. Die deutsche Gesellschaft gehört komplett ins Irrenhaus, da sie dies offensichtlich stützt.

  • tja, die sind in der Tat nicht mehr ganz dicht. 450000 p.a. für jemanden der sich schwer tut, auch nur einen vernünftigen Satz von sich zu geben?
    die hat doch früher schon alles nur vom Blatt gelesen.

  • 450.000: verglichen mit einem überdurchschnittlichen Gehalt immer noch ca. das sechsfache. Da würde ich auch nicht spenden - Spender wollen vielen Menschen helfen und nicht einer Prominenten.

  • Ein absoluter Skandal!
    Junge Berufstätige sind wegen ihres geringen Einkommens heute nicht in der Lage, eine Famile zu gründen, und diesen "Prominenten" werden Vermögen fürs Nichtstun nachgeworfen.

  • Dass die Leute es gut finden,dass die Dame Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie ist, ist eine Sache und geht ja in Ordnung. Aber dafür 450000 € zu erhalten, ist eine Andere und aus meiner Sicht eine unverschämtheit.
    Die Aussage der ARD-Lotterie, dass ein direkter Vergleich mit dem eigenen Einkommen zunächst eine Schieflage deutlich macht ist für mich eine Verhöhnung des werktätigen Volkes.
    Ein Arbeiter, der im Monat 160 Stunden arbeitet, hat vielleicht (hochgerechnet)ein Jahresbruttogehalt von
    40000 €. Das ist etwa ein Elftel bei erheblich höherer Arbeitszeit.
    Wenn es nun heißt,
    Prominente bewegen sich in einem höheren
    Gehaltsgefüge, dann ist dieses Gefüge aus meiner Sicht eindeutig zu hoch.

    Mit freundlichen Grüßen
    P. H.

  • Die sind doch nicht mehr sauber!
    Für diese Tätigkeit sind 60.000 Euro aber gut bezahlt!
    Auch hier ist es so: Da kassieren einiege Ab und einige bezahlen das auch noch. Die ganze Öffentliche Hand, Politiker haben jegliche Bodenhaftung verloren auf Kosten des normalen Bürgers. Wenn das so weiter geht dann gibt es auch hier mal Revolutzion m diese Geldvergäuder vom Platze zu fegen

  • Die öffentlich-rechtlichen verschwenden halt das Geld, dass den Bürgernals Zwangsabgabe abgepresst wird. Man sieht es an Lierhaus, man sieht es an anderen Wichtigtuern wie Gottschalk und Beckmann, man sieht es an dem Einkauf von Senderechten von Bundesliga und Olympischen Spielen. Und man sieht es daran, dass einem Mikro-Land wie dem Saarland eine Sendeanstalt mit 800 überzahlten Mitabeitern finanziert wird.

  • absolut geschmacklos und ein schlag ins Gesicht eines jeden redlich arbeitenden Bürgers, aber eben systembedingt lässt sich alles prima erklären. und die dummen fallen darauf rein und die anderen kündigen eben.

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