Flüge gestrichen
Landesweiter Streik legt Griechenland lahm

Millionen Griechen haben sich am Mittwoch an einem landesweiten 24-Stunden-Streik beteiligt. Wegen der Proteste gegen geplante Rentenreformen wurden Flüge abgesagt und Schiffe nicht abgefertigt. Schulen, Ministerien und Banken blieben geschlossenen.

HB ATHEN. Weitreichende Streiks haben am Mittwoch große Teile der griechischen Wirtschaft und des Verkehrs lahmgelegt. Wegen einer vierstündigen Arbeitsniederlegung der Fluglotsen wurden Dutzende Inlandsflüge abgesagt. Zahlreiche internationale Flüge werden verspätet starten oder landen. Gestrandete Reisende waren aber kaum zu sehen, da die Fluglinien ihre Kunden zuvor informiert hatten, teilte der Flughafen von Athen am Mittwochmorgen mit.

Auch die Fähren werden für sechs Stunden bestreikt. An dem Streik beteiligen sich außerdem Bus- und Bahnfahrer, Bankangestellte, Staatsbedienstete, Rechtsanwälte und Lehrer sowie Journalisten. Aus diesem Grund gab es am Mittwochmorgen keine Nachrichten im Radio und Fernsehen. Ärzte behandeln Patienten nur in dringenden Fällen. Auch die Tankstellen wurden bestreikt.

Die Gewerkschaften protestieren gegen ein Rentenreform-Gesetz der konservativen Regierung. Zu den umstrittenen Änderungen zählt die Erhöhung der Rentenbeitragszeit um zwei Jahre. Damit könnten die Griechen erst nach 37 Beitragsjahren und frühstens im Alter von 60 Jahren in Rente gehen. Bisher müssen sie nur 35 Jahre arbeiten und können schon mit 58 in den Ruhestand gehen.

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