Flüge gestrichen
Ryanair verklagt italienische Luftfahrtbehörde

Die größte europäische Billigfluglinie Ryanair hat die italienische Luftfahrtbehörde wegen Flugstreichungen am römischen Flughafen Ciampino verklagt. Die irische Gesellschaft warf dem Amt vor, die heimische Alitalia mit unlauteren Mitteln vor Konkurrenz zu schützen.

HB ROM. Die Luftfahrtbehörte hatte zuvor die Zahl der erlaubten Flüge um ein Drittel auf etwa 100 pro Tag reduziert. Ryanair hat in dem Fall bereits die Europäische Kommission zum Eingreifen aufgefordert.

Die Behörde hatte die Maßnahme unter anderem damit begründet, dass sich Anwohner über Lärm beschwerten. Ryanair argumentiert jedoch, dass Militärflugzeuge nachts den Krach verursachen. Ryanair wies auch das Argument der Behörde zurück, die Reparatur der Landebahn sei ein Grund für die Kürzungen. „Dies ist nichts anderes als der jüngste illegale Versuch der Behörde und der italienischen Regierung, zum Schutz von Alitalia das Wachstum von Billigfliegern zu bremsen“, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Seine Fluglinie habe in den vergangenen Jahren 350 Mill. Euro in den Flughafen investiert und müsse pro Woche 66 Flüge streichen, wenn die Entscheidung der Behörde Bestand habe.

Auf die Frage eines Journalisten, ob Ryanair möglicherweise Alitalia kaufen möchte, hatte O'Leary nur ein Lachen übrig. Er wolle Alitalia noch nicht einmal geschenkt haben, fügte er hinzu. Die italienische Regierung hat bislang erfolglos versucht, einen Käufer für die angeschlagene Gesellschaft zu finden.

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