Flugausfälle in Berlin
Streik hält Lufthansa-Maschinen am Boden

Weil das Kabinenpersonal gestreikt hat, sind am Donnerstagmorgen sieben Flüge der Lufthansa, die von Berlin aus starten sollten, ausgefallen. Und der Tarifstreit ist noch nicht ausgestanden.

HB BERLIN/FRANKFURT. „450 Passagiere waren betroffen und wurden auf spätere Maschinen umgebucht“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Ausgefallen seien die jeweils ersten Flüge von Berlin-Tegel zu mehreren deutschen Flughäfen. Einige andere Maschinen seien verspätet abgeflogen. Wegen des Streits um eine Lohnerhöhung für die Lufthansa-Kabinencrews hatte die Gewerkschaft Verdi rund 40 Beschäftigte aufgerufen, die Arbeit von 5.00 bis 10.00 Uhr ruhen zu lassen.

Lufthansa und Verdi hatten sich im Februar auf eine Gehaltserhöhung für das Bodenpersonal der Fluggesellschaft geeinigt. Verdi möchte, dass der Abschluss auch für die knapp 15 000 Flugbegleiter gilt. Lufthansa hatte die Forderung zurückgewiesen. Die gut 27 000 Bodenbeschäftigten erhalten nach der Regelung ab Mai 3,4 Prozent mehr Lohn.

Für die Kabinencrews gilt noch bis Ende 2008 ein Tarifvertrag, den die Lufthansa mit der Konkurrenz-Gewerkschaft UFO (Unabhängige Flugbegleiter-Organisation) geschlossen hatte, der allerdings geringere Lohnerhöhungen vorsieht. „Wir haben einen gültigen Tarifvertrag. Und in Deutschland gilt die Tarifeinheit, so dass es nur eine Tarifregelung für das Kabinenpersonal geben kann“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. „Die Gespräche finden jetzt auf Wunsch von Verdi statt und werden am 20. April fortgesetzt. Zu den Inhalten äußern wir uns nicht.“

Lufthansa verlangt nach Angaben von Verdi von der Gewerkschaft für eine stärkere Anhebung der Kabinenlöhne Zugeständnisse bei den Arbeitsbedingungen. Dies sei nicht hinnehmbar, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Kahmann. Es sei nicht akzeptabel, dass die Fluggesellschaft nach ihrem Rekordgewinn im Vorjahr das Kabinenpersonal nicht am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen wolle.

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