Fluglotsen im Ausstand
Streik legt Flughafen Stuttgart weitgehend lahm

Ein Streik der Fluglotsen am Stuttgarter Flughafen hat am Montag zu Behinderungen und Flugausfällen geführt. Ein Flughafensprecher sagte, es seien schon einige Stornierungen zu verzeichnen. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Passagiere müssen mit erheblichen Verspätungen und Ausfällen im Flugverkehr rechnen.

HB STUTTGART. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte ihre Mitglieder im Tower zu einem befristeten Ausstand für die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr aufgerufen. Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Flugsicherung (DFS) seien etwa drei Viertel der Flüge betroffen. Mindestens 25 Prozent des regulären Flugverkehrs müssten aufgrund einer Notdienstvereinbarung aber abgewickelt werden. Welche Fluggesellschaften ihre Maschinen auf benachbarte Flughäfen umleiten, stand zunächst nicht fest. Insgesamt waren am Montag ursprünglich 373 Starts und Landungen in Stuttgart geplant.

Laut Gewerkschaft handelt es sich bei dem Fluglotsen-Streik um eine Solidaritätsaktion für Mitarbeiter der Verkehrszentrale, die sich im Tarifstreit mit der Flughafen Stuttgart GmbH befinden. Der Warnstreik soll die Forderungen der Vorfeldlotsen untermauern, die für den Verkehr der Flugzeuge am Boden zuständig sind. Sie fordern in dem Tarifkonflikt geregelte Arbeitszeiten und 30 Prozent mehr Geld.

Die Schuld an dem Arbeitskampf wies die GdF dem Arbeitgeber zu: Mit seiner Verweigerungshaltung trage er die Verantwortung für die erneute Eskalation. Für diese Woche kündigte die GdF weitere Unterstützungsstreiks von Fluglotsen an, über die sie kurzfristig informieren werde.

Die DFS in Langen (Hessen) kritisierte das Verhalten der Gewerkschaft in einer Mitteilung als unverhältnismäßig: „Wegen einer Gehaltserhöhung für zehn Flughafenmitarbeiter wird praktisch ein ganzer Flughafen lahmgelegt und Tausende von Passagieren haben das Nachsehen.“

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