Flugverkehr
Piloten-Warnstreik lähmt LTU und Air Berlin

Ein zweistündiger Warnstreik der Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit hat am Montagmorgen zu Verzögerungen bei den Fluggesellschaften LTU und Air Berlin geführt. Von 15 Flügen in Düsseldorf und München starteten nach Cockpit-Angaben 14 wegen der Arbeitskampfmaßnahmen zwei Stunden später. Die Vereinigung sprach von einem vollen Erfolg.

HB DÜSSELDORF. Mit dem Schritt will Cockpit seinen Forderungen im Tarifkonflikt bei der LTU und der inzwischen unter dem Logo der Konzernmutter Air Berlin firmierenden DBA Nachdruck verleihen. Die Arbeitgeberseite habe den Mantel- und den Vergütungstarifvertrag gekündigt. Zusätzlich erschwert würden die Verhandlungen durch die mehrmaligen Eigentümerwechsel bei den Firmen.

Die Pilotenvertreter bedauerten, auf diesem Weg auch Passagiere zu treffen. Cockpit habe sich daher dazu entschlossen, die Streikmaßnahmen in die frühen Morgenstunden zu legen, um eine anschließende Beförderung aller Fluggäste sicherzustellen. „Alle Fluggäste werden ans Ziel kommen, wenngleich mit Verspätung“, sagte Cockpit-Sprecher Markus Kirschnek. LTU-Sprecher Marco Dadomo konnte noch keine genauen Angaben zu den Folgen machen.

Am Montagnachmittag erwartet Cockpit das Ergebnis der Urabstimmung bei der Gesellschaft LTU. Laut Satzung benötigt der Verband die Zustimmung von 70 Prozent der befragten Mitglieder. Bei der DBA hatten bereits im März 98 Prozent des Personals in einer Urabstimmung für einen Streik gestimmt. Mit dem Arbeitskampf sei bisher aber gewartet worden, weil das Management ausgetauscht worden war und man auf ein neues Angebot warten wollte, teilte Cockpit weiter mit.

Am Freitag war nach mehrwöchiger Funkstille wieder Bewegung in den Tarifkonflikt bei LTU gekommen. Bei einer neuen Verhandlungsrunde habe die Geschäftsführung für die rund 400 Piloten ein verbessertes Angebot vorgelegt. Zu den Details machten beide Seiten keine Angaben.

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