Flugverkehr
Wetter-Kapriolen vermiesen Weihnachten

Auf Europas größtem Flughafen London-Heathrow hat dichter Nebel den dritten Tag in Folge für erhebliche Behinderungen gesorgt. Zahlreiche Reisende verbrachten die Nacht auf dem Flughafen-Gelände. Im US-Bundesstaat Colorado legte ein schwerer Wintersturm das öffentliche Leben lahm.

HB LONDON/DENVER. Mitten im vorweihnachtlichen Hochbetrieb mussten am Freitag auf dem Flughafen London-Heathrow wegen der schlechten Sicht rund 300 Flüge abgesagt werden. Betroffen waren weiterhin auch zahlreiche Verbindungen nach Deutschland. Mehrere tausend Fluggäste saßen fest. Bereits an den Tagen zuvor waren insgesamt mehr als 500 Flüge ausgefallen.

Befürchtet wird, dass sich die Lage bis Heiligabend kaum bessert. Allein die Fluggesellschaft British Airways (BA) musste am Freitag rund 200 Verbindungen streichen, darunter alle Flüge von und nach Heathrow innerhalb Großbritanniens. Allerdings waren auch viele andere Fluglinien betroffen. Den Passagieren wurde empfohlen, sich bereits vor dem Weg zum Flughafen über den aktuellen Stand zu informieren. Die Ausfälle und Verzögerungen werden dadurch ausgelöst, dass wegen der schlechten Sicht deutlich weniger Maschinen starten und landen können als üblich.

In London-Heathrow waren wegen wegen des Nebels bereits am Mittwoch mehr als 200 Flüge ausgefallen. Etwa 500 Menschen mussten die Nacht zum Donnerstag in Heathrow verbringen. „Ich bin zu müde, um mich darüber zu ärgern“, sagte der Student Rob Evans. Der 23-Jährige schlief nach seiner Ankunft aus Kanada auf dem Boden, weil sein Anschlussflug nach Hamburg gestrichen worden war. Andere Passagiere versuchten, mit dem Auto weiterzureisen

.

Doch die meisten Mietwagen waren wegen des großen Andrangs bereits vergeben. „Alle unserer 350 Autos gingen heute morgen weg“, sagte ein Sprecher der Autovermietung Hertz am Terminal 1 in Heathrow. Die Hotels in der Umgebung meldeten, dass ihre Auslastung schlagartig um ein Drittel gestiegen sei. Flughafen-Geschäftsführer Mark Bullock rief die Fluggäste auf, möglichst keine Begleitung mitzubringen, um die Überfüllung der Terminals zu lindern.

Auch im US-Bundesstaat Colorado mussten zahlreiche Flüge gestrichen werden

Unterdessen hat ein schwerer Wintersturm im US-Bundesstaat Colorado bis zu 90 Zentimeter Schnee mit sich gebracht und das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt. Am internationalen Flughafen in Denver mussten am Donnerstag mehr als 1000 Flüge gestrichen werden. Bis Freitagmittag werde die Abfertigung nicht wieder aufgenommen, sagte ein Sprecher. Fast 5000 Reisende saßen seit Mittwochabend fest und verbrachten die Nacht im Flughafengebäude.

Auch einige wichtige Schnellstraßen wurden geschlossen. Die Behörden mobilisierten die Nationalgarde, um hunderten Autofahrern zu helfen, die in dem Winterchaos feststeckten. Schulen und Gerichte stellten ihren Betrieb ein, die Post lieferte in vielen Gebieten keine Sendungen mehr aus.

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