Flugzeugunglück im Sudan
Mindestens 28 Flugzeuginsassen sterben nach Explosion

Nach der verunglückten Landung eines Passagierflugzeuges in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gestern abend werden jetzt mindestens 28 Tote gemeldet. Gemäß Informationen arabischer Nachrichtensender gelten bisher noch 66 der insgesamt 214 Passagiere und Crewmitglieder als vermisst.

HB KHARTUM/NAIROBI. Von den Insassen der Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Sudan Airways, die nach der Landung in Flammen aufging, waren zunächst 113 Überlebende registriert worden. Das teilte die zivile Luftfahrtbehörde in Khartum mit. 20 der Überlebenden wurden im Krankenhaus behandelt. Die Maschine war von Amman via Damaskus nach Khartum geflogen.

Zur Unglücksursache gab es noch keine gesicherten Angaben. Das Staatsfernsehen meldete, der Airbus A310 sei bei schlechtem Wetter während der Landung von der Rollbahn abgekommen und in Brand geraten. Er sei erst im zweiten Anlauf in Khartum gelandet, nachdem er zuvor nach Port Sudan umgeleitet worden war.

Die Zeitung „Sudan Tribune“ berichtete auf ihrer Website unter Berufung auf Überlebende, direkt nach der Landung sei der Reifen des Bugrades geplatzt. Ein Teil der Passagiere brachte sich über Notrutschen in Sicherheit. An Bord waren mehrere Sudanesen, die sich in Jordanien einer medizinischen Behandlung unterzogen hatten.

Die Luftverkehrsbehörde erklärte, der Besatzung sei es gelungen, die Notausstiege zu öffnen. Einige Passagiere hätten offenbar den Flughafen verlassen und sich noch nicht gemeldet. Flughafenchef Jussef Ibrahim sagte einem Fernsehsender, das Flugzeug sei noch sicher gelandet und der Pilot habe Funkverbindung mit dem Tower gehabt. „In diesem Moment explodierte eines der Triebwerke und die Maschine fing Feuer“, so Ibrahim. Es handele sich um eine „technische Ursache“.

Eine verletzte Stewardess, die auf einer Rettungstrage lag, hatte nach einer Agenturmeldung dem sudanesischen Fernsehen noch gesagt: „Gott sei Dank haben wir es geschafft, alle Passagiere hinauszubekommen.“ Nähere Einzelheiten nannte sie nicht.

Zuletzt war im Juli 2003 ein Flugzeug der Sudan Airways verunglückt. Damals starben 115 Menschen, als eine Boeing 737 kurz nach dem Start in Port Sudan abstürzte.

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