Frankfurt ist Werbe-Spitzenreiter
Große Namen und preisgekrönte Kampagnen

Beim Thema Werbeagenturen denken alle zunächst an Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Doch längst hat sich auch Frankfurt als heimliche Werbestadt behauptet. Dutzende kleiner Betriebe haben sich in der Mainmetropole angesiedelt und machen mit ausgefallenen Konzepten von sich Reden.

FRANKFURT. Peter Roos, Geschäftsführer der internationalen Netzwerkagentur Leo Burnett, sagt: "Frankfurt ist die Werbestadt Nummer Eins in Deutschland." Kreativ wie finanziell. "Von den Top-20-Werbeagenturen sitzen allein acht am Main." Dabei galt Frankfurt als heimliche Werbehauptstadt, weil alle beim Thema Agenturen an Düsseldorf, Hamburg und Berlin dachten. Die Wahrheit ist: In Frankfurt haben sich längst Dutzende kleiner Betriebe angesiedelt, die mit klassischer Werbung, aber auch mit übergreifenden Konzepten von PR bis Design von sich Reden machen. 6273 Werbe- und Medientreibende zählt die Frankfurter IHK, vom Freelancer-Grafiker bis zu Branchenriesen wie Saatchi & Saatchi, die sich an den Ausläufern des kreativen Mekkas, der Hanauer Landstraße, niedergelassen haben.

Vor fünf Jahren ließ der Fachnachrichtendienst AdAge die größten Agenturstädte außerhalb der USA ermitteln. Ergebnis: Tokio, London, Paris und - Überraschung - Frankfurt. 7,4 Milliarden Dollar Werbevolumen, das passte zum Image Frankfurts als Stadt des Geldes. Die Kreativen sitzen woanders, hier rollt der Rubel - sagte man.

Sie haben ihren Standort ganz bewusst gewählt. Denn hier sind die größten Kunden nicht weit: die vielen Großbanken, Procter & Gamble, Opel oder Ferrero. 84 Millionen Euro Werbevolumen hatte der Schoko-Riese allein im ersten Halbjahr 2005. "Viele große Firmen, aber auch viele mittelständische Betriebe sind direkt vor der Tür. Dazu kommt die Nähe zum Flughafen, die dafür sorgt, dass viele international operierende Konzerne in Frankfurt einen Firmensitz haben", sagt Alexander Frost, einer der Geschäftsführer der 2004 gegründeten Bembel GmbH.

Der kurze Draht zu den Kunden sei entscheidend - trotz fortschreitender Virtualisierung, trotz E-Mail und Internetverbindungen. Das sei mit ein Grund, dass sich viele kleine Agenturen hier angesiedelt haben, die zwischen den Großen ihre Nische finden: Ein Trend, der sich fortsetzen wird, glaubt Frost.

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