Frankfurter Flughafen
Tor zur Welt

Der Frankfurter Flughafen hat gerade ein Upgrading in die Business-Class des Erlebniseinkaufs hinter sich.Daher muss man sich auch am Main was einfallen lassen. Nun können die Passagiere nicht nur einkaufen, sie können auch noch was gewinnen.

FRANKFURT. Der Anschlussflug verzögert sich, die Passagiere sitzen auf dem Frankfurter Flughafen fest. Ärgerlich. Nicht für alle. „Wir profitieren von Verspätungen“, erklärt zufrieden lächelnd Vincent Boiney vom Kosmetik-Multi-Konzern L’Oréal. Boiney trägt den Titel Travel Retail Worldwide Director für Loréal-Luxusprodukte und beobachtet den regen Flugbetrieb des Mikrokosmos auf dem Flughafen der Main-Metropole.

Derweil drehen die Passagiere, die plötzlich mehr Zeit haben, im Travel Value-Shop am Glücksrad. Es gibt etwas zu gewinnen: Kosmetikprodukte, die es sonst nirgends gibt. Und ab einer bestimmten Kaufsumme bekommt man Schmuckstück dazu. Sonderdekoriert ist der saisonale Superduft „Colours of Love“, laut Renato Semieriari, President Derecteur Générale der Top-Kosmetik-Marke Guerlain, „eine Liebeserklärung, die Männer ihren Frauen von der Reise mitbringen“.

Der floral-fruchtige Duft gehört zu den Airport Specials, Produkten, in der Regel in limitierten Auflagen, die nur für eine bestimmte Zeit und die ausschließlich im Travel Value & Duty-free-Shop zu haben sind. Der Frankfurter hat gerade ein Upgrading in die Business-Class des Erlebniseinkaufs hinter sich.

„Ein Flughafen wie Fraport ist eben ein real existierender Weltmarkt mit eigenen Marktgesetzen, Strukturen und Chancen“, erklärt Kay Spanger, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Gebr. Heinemann.

Auch am Main musste man sich was einfallen lassen, als Duty free 1999 endgültig abgeschafft wurde. Die Betroffenen gaben sich nicht geschlagen. In enger Zusammenarbeit mit der herstellenden Industrie, Markeneignern und Konzessionsgebern tüftelten sie attraktive Alternativen aus, von denen beide Seiten etwas haben: Die Anbieter behalten ihren speziellen Super- und Testmarkt eines Weltflughafens, die Reisenden können weiter flugs ihre Schnäppchen machen.

Mehr noch: „Durch die Billigflieger erleben innereuropäische Reisen einen wahren Boom“, beobachtet Spanger als Spezialist fürs Travel Retailing. Mit dem Nachfolgemodell von Duty free ist nicht nur das Privileg des günstigen Airport-Shoppings innerhalb Europas gesichert, Reisende können auch vor und zwischen innerdeutschen Flügen Schnäppchen machen.

Der Mikrokosmos eines Flughafens ist auch ein spannender Testmarkt. Frankfurt mit 52 Millionen Passagieren im Jahr gehört dabei neben London-Heathrow, London-Gatwick, Paris und Amsterdam zu den Top 5 der umschlagkräftigsten Euro-Airports, die es zusammen auf rund 250 Millionen Passagiere im Jahr bringen – und darüber hinaus zu den Top 10 der Weltflughäfen.

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