Freitag fahren Züge vielleicht wieder
Bahn-Streiks in Österreich dauern an

Wegen eines zweitägigen Streiks der Eisenbahner ist in Österreich am Mittwoch der gesamte Zugverkehr zum Stillstand gekommen. Voraussichtlich wird der Streik länger als 48 Stundern dauern, hieß es.

HB WIEN. Der Streik werde lückenlos befolgt, sagte der Chef der Gewerkschaft der Eisenbahner, Wilhelm Haberzettl, am Morgen im Österreichischen Rundfunk (ORF). Er werde voraussichtlich mehr als 48 Stunden dauern. Im Lauf des Freitags sei es möglich, „dass wieder gefahren wird“, fügte er hinzu.

Seit Mitternacht verkehren keine Züge und keine Busse der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die Zugverbindungen nach Deutschland und den anderen Nachbarländern sind unterbrochen. Auch die Fahrer der Postbusse haben sich in den meisten Teilen des Landes dem Streik angeschlossen. Deren Streik soll mindestens 24 Stunden dauern.

Eine Sprecherin der ÖBB sagte, wegen des Streiks könnten landesweit 1,2 Millionen Menschen festsitzen. Allein die Züge der ÖBB befördern rund 750 000 Passagiere pro Tag. In ÖBB-Bussen reisen weitere 500 000 Menschen.

Auf den Straßen sei in den Morgenstunden der Verkehr dichter als üblich, weil viele mit dem Auto zur Arbeit gefahren seien, sagte ein Sprecher des österreichischen Autofahrerclubs ÖAMTC. „Das große Chaos ist bis jetzt aber ausgeblieben“, fügte er hinzu.

Mit dem Streik protestieren die Eisenbahner gegen die von der Mitte-Rechts Regierung geplante Reform der ÖBB. Sie fürchten eine Verschlechterung bei ihren Arbeitsverträgen und den Verlust von Arbeitsplätzen durch die Umstrukturierung. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) rief die Gewerkschafter auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Dieser Streik trifft nicht primär die Regierung, sondern die Kunden der Bahn“, sagte er.

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