„Führt kein Weg hinauf zu jenen Höhen?“: Vom „sauren Weg zur Klarheit“

„Führt kein Weg hinauf zu jenen Höhen?“
Vom „sauren Weg zur Klarheit“

Eigentlich müsste der Aufstieg auf den Luisenturm eine Klackssache sein. Wenn Frühling wäre und die Lerchen tirilierten. Eine Winterwanderung im Schnee auf den Spuren Friedrich Schillers, an dessen Tod vor 200 Jahren jetzt erinnert wird.

Jetzt aber, wo allenfalls mal eine verirrte Krähe aufschreit und wo der Schnee kniehoch über dem Hohlweg liegt, da ist der Luisenturm eine ziemliche Mühsal. Jede Menge Wandererschweiß fließt, und ein paar saftige Flüche ertönen. Sie geben dem Stapfen im Pulverschnee einen ganz besonderen Marsch-Rhythmus.

„Führt kein Weg hinauf zu jenen Höhen?“ (Friedrich Schiller: Das Reich der Schatten.) Ja doch, Herr Professor, aber der ist heute ungemütlich eingeschneit.

Halten wir es dennoch mit dem Protestanten und Pflichtethiker Friedrich Schiller, der den „sauren Weg“ lobpries und die Schinderei, um schlussendlich zu „Klarheit und Leichtigkeit in einer difficilen Materie“ zu gelangen.

Allerdings ging es dem Dichterfürsten, als er diese Gedanken 1795 zu Papier brachte, wohl mehr um das Abfassen von Gedichten, daheim in Jena, als um das Wandern durch den Wald vor Weimar und Rudolstadt im Thüringischen.

Anders als sein Freund und Kollege Johann Wolfgang von Goethe hatte es Schiller nicht so sehr mit dem Wandern oder Spazierengehen, sondern zog die Kutsche vor. Schon seiner stets angeschlagenen Gesundheit wegen. Schiller starb, gerade 45 Jahre alt, im Jahre 1805.

An sein Todesjahr wird derzeit mit zahlreichen Veranstaltungen besonders dort erinnert, wo er aufwuchs, lebte, lehrte, schrieb und starb – im Württembergischen, aber auch im Thüringischen zwischen Erfurt, Weimar, Jena und Rudolstadt, wo Schiller Zuflucht vor Krankheit und auch Gläubigern nahm.

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