Funknetz gestört
Bahnkunden drohen massive Verspätungen

Bei der Deutschen Bahn läuft es nicht rund. Sie kämpft erneut mit einer schweren technischen Panne. Wegen eines Gewitters ist das Funksystem GSM-R in weiten Teilen Westdeutschlands ausgefallen. Das Funknetz versorgt Lokomotivführer mit allen notwendigen Informationen.

BERLIN. "Die Ereignisse werden bundesweit Auswirkungen haben", erklärte eine Sprecherin des Eisenbahnbundesamtes dem Handelsblatt. Damit müssen Bahnkunden mindestens heute bundesweit mit Verspätungen der Züge rechnen.

Die Bahn hat in Nordrhein-Westfalen, wo der Fehler aufgetreten war, bereits entschieden, Nahverkehrszüge nur noch mit maximal 120 Stundenkilometern und Fernverkehrszüge mit 160 Stundenkilometern fahren zu lassen. "Es ist vollkommen unklar, wie lange es dauert", sagte ein Regionalsprecher der Bahn in Düsseldorf.

In der Nacht habe es in der Betriebszentrale in Duisburg einen Rechnerausfall gegeben. Der Computer sei wieder hochgefahren worden, allerdings funktioniere das Funksystem nicht mehr. Es signalisiert dem Lokführer alle notwendigen Informationen auf der aktuellen Strecke. Auch kann der Lokführer im Notfall über das System erreicht werden. Der Bahn-Sprecher sagte, dass mit Stand 11.30 Uhr 60 Prozent der Züge pünktlich führen, 30 Prozent 5 Minuten Verspätung hätten und zehn Prozent 20 bis 60 Minuten.

Derzeit finden Gespräche zwischen der DB Netz AG und dem Eisenbahnbundesamt statt.

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