Gastronomie
Haute Cuisine am Straßenrand

In der New Yorker Gastronomieszene bricht eine neue Ära an. Statt neuen Restaurants geht der Trend hin zu Köstlichkeiten von der Straße. Die Hamburgerin Nina Berott hat daraus ein ganzes Unternehmen aufgebaut.
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New YorkEin triefendes Würstchen, umwickelt von labbrigem Weißbrot – Hot Dogs sind ein New Yorker Fast-Food-Klassiker. Hot-Dog-Buden findet man fast an jeder Straßenecke. Die kleinen, silbernen Wagen – sogenannte Food Trucks - gehören zum New Yorker Stadtbild wie die Freiheitsstatue, rauchende Gullideckel oder gelbe Taxis. Doch jetzt läuten Gourmets einen neuen Abschnitt in der Essens- und Lebenskultur auf New Yorks Strassen ein.

Hot Dogs bekommen Konkurrenz, von Haute Cuisine auf Rädern. Viele fahrende Buden haben inzwischen ein neues Gastronomie-Konzept. Von delikaten Schnitzel über fruchtige Smoothies bis hin zu frischem Hummer. Das hat natürlich seinen Preis, ist aber immer noch weit aus günstiger als im Restaurant. Für viele Köche ist es eine gute Alternative zum eigenen Restaurant. Gerade in Zeiten der Krise. Die Kosten für den Food Truck sind im Vergleich zu den hohen New Yorker Mietpreisen für Restaurants niedrig.

Eine der ersten, die diese Marktlücke erkannt hat, ist die Hamburgerin Nina Berott. Vor elf Jahren kam sie nach New York, arbeitete ursprünglich in einer Werbeagentur und wollte eigentlich nur ein bisschen das New Yorker Leben genießen. Dass sie so viele Jahre bleiben würde, hätte sie damals nicht gedacht. Doch die große Liebe und eine geniale Business-Idee hielten die 36-jährige in der US-Metropole. Ihr heutiger Mann Greg Northrop war damals Sänger in einer Band. „Mein Mann und ich hatten beide überhaupt kein Geld, ich war aber schwanger, also brauchten wir ziemlich dringend ein regelmäßiges Einkommen. Mein großer Traum war immer ein Café zu haben – und das in New York.“

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