Gefährliches Spielzeug
Verbraucherschützer warnen vor dem Fidget Spinner

Der Hype um das Trendspielzeug Fidget Spinner lockt Geschäftemacher an. Billigversionen werden in den Markt gedrückt. Gefährlich für Kinder, die Teile verschlucken oder sich verletzen können. Verbraucherschützer warnen.
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DüsseldorfLetztes Jahr löste das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ einen Hype aus. In diesem Jahr ist der Fidget Spinner das Phänomen des Sommers. Das Drehspielzeug, einen Mischung aus Propeller und Ninja-Wurfstern, verkauft sich so gut, dass es mancherorts bereits ausverkauft ist. Die Folge: Geschäftsmacher drängen mit gefährlichen Billigversionen ins Land.

Es gibt die rasanten Kreisel in immer verrückteren Ausführungen, und in zahlreichen Youtube-Videos erhalten Jung und Alt ultimative Tuning-Tipps. „Aber Achtung: Nicht alle Spinner sind auch für Kinder geeignet“, warnt der TÜV-Rheinland. Viele Geräte gehörten wegen verschluckbarer Kleinteile nicht in die Hände von Kleinkindern, rät Ralf Diekmann, Experte für Produktsicherheit beim TÜV Rheinland.

Kleine magnetische Teile oder frei zugängliche Knopf-Batterien für eine LED-Beleuchtung sollten daher tabu für Kinder unter drei Jahre sein. Wenn sie sich lösen und verschluckt werden, könne es zu sehr gefährlichen inneren Verletzungen kommen. Erst kürzlich musste der Zoll deshalb große Mengen unerlaubter Fidget Spinner aus dem Verkehr ziehen und vernichten.

Im Mai wurden insgesamt 35 Tonnen dieser Fingerdrehkreisel aus China beim Zollamt Fracht am Frankfurter Flughafen zur Einfuhrabfertigung angemeldet. Die Überprüfung ergab: Viele dieser Produkte mussten als unsicher eingestuft werden. „Dieses Spielzeug hätte gerade für kleine Kinder eine Gefahr bedeuten können“, erklärte Christine Straß vom Hauptzollamt Frankfurt am Main.

Nicht nur das: Es fehlten auch die zum Schutz der Verbraucher vorgeschriebenen CE Kennzeichnungen, lesbare Gebrauchsanweisungen sowie Modellnummern zur näheren Beschreibung und Identifizierung des Spielzeugs. Es habe auch keine Hinweise auf Firmen oder Personen gegeben, die für das Produkt verantwortlich sind, weder auf der Verpackung, bemängelten Prüfer.

Der Hype um die Fidget Spinner war Ende April losgegangen, als Youtube-Videos aus den USA und Großbritannien eine Lawine der Begeisterung bei den hiesigen Kids ausgelöst haben, wie Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels in Köln, der Deutschen Presse-Agentur weiß. Die Folge: Eine rasant steigende Nachfrage im Handel – mit unerwünschten Folgen.

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  • Letztes Jahr war's Pokémon Go, dieses Jahr der Fidget Spinner, die Welt braucht Ablenkung. Wovon eigentlich?

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