Generalstreik
Griechenland steht still

Die Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung in Athen legen Griechenlands öffentliches Leben lahm. Am Mittwoch traten auf breiter Front Arbeitnehmer in den Ausstand. Nicht nur der Verkehr steht still, auch öffentliche Einrichtungen und sogar die Medien laufen im Notprogramm.
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HB ATHEN. In Griechenland hat ein Generalstreik am Mittwoch das öffentliche Leben lahmgelegt. Busse und U-Bahnen fuhren nicht, Staus verwandelten die Straßen in riesige Parkplätze, Schulen blieben geschlossen und Krankenhäuser arbeiteten nur mit Notfallteams. Auch die meisten Journalisten schlossen sich dem Generalstreik an: Nachrichten in Funk und Fernsehen fielen aus. Auch die Schiffe blieben in den Häfen. Die größten Gewerkschaften, die zu dem Streik aufgerufen hatten, hoffen auf eine rege Teilnahme. Mit den Maßnahmen wollen sie ihren Unmut über die von der Regierung beschlossenen Sparmaßnahmen zum Ausdruck bringen.

Griechenland ist hoch verschuldet und hat auf ein 110-Milliarden-Euro schweres EU/IWF-Rettungspaket zurückgegriffen. Im Gegenzug muss es harte Sparauflagen durchsetzen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die regierenden Sozialisten wegen der Proteste von ihrem Sparkurs abweichen. Sie verfügen über eine komfortable Mehrheit im Parlament. Am Morgen beschloss das Parlament ein Gesetz, das harte Einschnitte bei den Bezügen von Mitarbeitern öffentlicher Bahn - und Busfirmen vorsieht.

Kommentare zu " Generalstreik: Griechenland steht still"

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  • So könnte es bald auch bei uns aussehen! in diesem Griechenland gibt es zwar massive Misswirtschaft, aber durch den Sparzwang wird jetzt alles abgewürgt. Mit entsprechenden Reaktionen natürlich. Hier kann man sich als Mdb bereits heute genau ansehen, wo es hinführt, wenn man mit den Steuergeldern um sich schmeisst...

    Ob die Rente bei uns auch mal so eingekürzt wird?

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