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Gericht legt Ausbau des Lübecker Flughafens auf Eis

HB LÜBECK/SCHLESWIG. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hat den Ausbau des Flughafens Lübeck- Blankensee gestoppt. Der 4. Senat habe einem Eilantrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stattgegeben und den Start der Bauarbeiten untersagt, teilte das Gericht am Montag mit. Damit ist der geplante Verkauf des Flughafens an den neuseeländischen Investor Infratil und der Ausbau zu einer Deutschlandbasis der Fluggesellschaft Ryanair vorerst hinfällig.

Die bislang stadteigene Flughafen Lübeck GmbH plant, die Start- und Landebahn um 224 Meter Richtung Osten auf rund 2300 Meter zu verlängern. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatten BUND und Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie Gemeinden und Anwohner geklagt. Nach Auffassung des Gerichts spricht nahezu alles dafür, dass die Klage im Hauptsacheverfahren Erfolg hat. So seien wesentliche Teile des Flughafens ohne Planfeststellung und damit ohne Rechtsgrundlage errichtet worden. Der Geschäftsführer der Lübecker Flughafen GmbH, Peter Steppe, wies den Vorwurf zurück, auf dem Flughafen sei ohne Planfeststellung gebaut worden.

Lübecks Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel sprach von düsteren Aussichten für den Flughafen. „Es geht hier um hunderte, wenn nicht sogar tausende Arbeitsplätze in der Region. Deshalb werden wir diesen Beschluss nicht kampflos hinnehmen“, sagte Halbedel. Vertreter von BUND und NABU werteten den Beschluss als „Sieg der Vernunft“. Dadurch sei die drohende Zerschneidung eines der artenreichsten Schutzgebiete des Landes zunächst abgewendet.

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