Hessen und Niedersachsen besonders betroffen
Hitze bringt Waldbrandgefahr mit sich

Wegen der andauernden Hitze und Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands stark gestiegen. In den vergangenen Tagen habe es bereits mehrere kleine Waldbrände gegeben. Die hessische Landesregierung mahnte Waldbesucher zu erhöhter Vorsicht

HB HANNOVER. Die Forstverwaltung des Landes sei in höchster Alarmbereitschaft, Beobachtungstürme besetzt und drei Beobachtungsflugzeuge im Einsatz, sagte der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne.

In Niedersachsen sind besonders die Waldgebiete in der Lüneburger Heide, im Harz und im Südwesten des Landes gefährdet. Dort sei die Waldbrandgefahr hoch (Warnstufe 4), im östlichen Landkreis Lüchow-Dannenberg sogar sehr hoch (Warnstufe 5), teilte das Ministerium mit. Wenn es in den kommenden Tagen weiter trocken bleibe, müsse man über ein Betretungsverbot für Wälder nachdenken.

Die Brände der vergangenen Tage seien vor allem von landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge ausgelöst worden, sagte der Ministeriumssprecher. Alle Autofahrer müssten verstärkt darauf achten, Fahrzeuge mit heißem Katalysator nicht auf Waldwegen oder trockenen Wiesen zu parken. Auch das Rauch- und Grillverbot im Wald sei strikt zu beachten. Spaziergänger sollten außerdem ihr Mobiltelefon mit in den Wald nehmen und bei jedem Anzeichen eines Brandes sofort die Feuerwehr benachrichtigen.

Auch in Hessen gilt Gefährdungsstufe 4. Selbst ein kurzer Regenguss reiche nicht aus, um die Gefahr zu reduzieren, teilte das Umweltministerium mit. Außerhalb von Grillstellen dürfe kein Feuer entfacht werden. Auch sollte man Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Autos zuparken.

Bereits am Dienstag hielt in Niedersachsen ein Brand auf 13 Hektar Stoppelfeld und Wald rund 120 Feuerwehrleute im nördlichen Niedersachsen in Atem. Wie der Kreisbrandmeister Rotenburg mitteilte, wurde der Brand vermutlich von einer heißgelaufenen Strohpresse ausgelöst. Wind trieb das Feuer in Richtung eines Waldes. Feuerwehren aus zehn Dörfern wurden zum Löschen eingesetzt, Bauern halfen mit Gülletankern beim Heranbringen von Löschwasser. Nach anderthalb Stunden war der Brand gelöscht.

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